Weiterbildung zum Kieferorthopäden

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9556

21. Wahlperiode     30.06.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 23.06.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Weiterbildung zum Kieferorthopäden

Die Bezeichnung „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ darf nur führen, wer eine entsprechende Ausbildung absolviert und die entsprechende Prüfung bestanden hat. Immer wieder wird berichtet, dass insbesondere für das sogenannte Klinikjahr Plätze fehlen.

Ich frage den Senat:

Der Senat beantwortet die Fragen auf der Grundlage von Beiträgen der Zahnärztekammer Hamburg wie folgt:

  1. Welche Anforderungen muss ein Zahnarzt erfüllen, um die Bezeichnung „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ zu führen?

Voraussetzung ist eine dreijährige fachzahnärztliche Weiterbildungszeit sowie die Absolvierung eines allgemeinzahnärztlichen Jahres.

  1. Wie vielen Personen wurde in Hamburg in den Jahren 2011 – 2016 die Führung dieser Bezeichnung erlaubt? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

4

2

2

1

1

5

  1. Wie viele Kandidaten haben sich in Hamburg in den Jahren 2011 – 2016 zu de Prüfung angemeldet? Wie viele davon haben die Prüfung bestanden? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

 

Anmeldungen zur Prüfung (in Klammer: bestandene Prüfungen)

 

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

4 (4)

2 (2)

2 (2)

1 (1)

1 (1)

5 (5)

  1. Wie viele Praxen waren am Jahresende 2011 – 2016 in Hamburg zur kieferorthopädischen Weiterbildung berechtigt? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

 

Zur kieferorthopädischen Weiterbildung berechtigte Praxen

 

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

13

12

10

9

9

9

  1. Wie viele Ausbildungsplätze gab es jeweils am Jahresende 2011 – 2016 in Hamburg? Wie viele waren davon besetzt?

    Drucksache 21/9556      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Es gibt keine feste Zahl von Ausbildungsplätzen in Hamburg, da die zur Weiterbildung ermächtigten Kieferorthopäden nicht durchgehend Weiterzubildende beschäftigen. Folgende Anzahl von Weiterzubildenden gab es in den einzelnen Jahren in den Praxen:

 

Anzahl von Weiterzubildenden in weiterbildungsberechtigten Praxen

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

2

4

3

3

2

3

  1. Wie viele Plätze gab es in Hamburg jeweils am Jahresende 2011 – 2016 für das sogenannte Klinikjahr?

 

Anzahl der Plätze für das sogenannte Klinikjahr

   

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

4

3

5

6

6

4

  1. Wie lange war jeweils am Jahresende die Wartezeit auf einen Platz an der Klinik für das sogenannte Klinikjahr?

Die Angabe einer konkreten Wartezeit ist nicht möglich, eine Warteliste besteht nicht. In dem Fall, dass ein an der Weiterbildung interessierter Zahnarzt oder eine Zahnärztin das Klinikjahr nicht in Hamburg absolvieren kann, sucht er beziehungsweise sie sich stattdessen in aller Regel eine Weiterbildungsstelle zur Ableistung des Klinikjahres in einem anderen Bundesland oder im Ausland.

  1. Ist geplant, das Klinikjahr abzuschaffen?

    Wenn ja: warum?

Nein.

  1. Ist geplant, in Hamburg die Kapazitäten für das Klinikjahr auszuweiten?

         Wenn ja: wann und in welchem Umfang?

Wenn nein: warum nicht?

Nein. Die „Kapazitäten für das Klinikjahr“ in Hamburg stehen in Abhängigkeit zur Anzahl der in der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums HamburgEppendorf vorhandenen Weiterbildungsstellen. Diese wiederum ist abhängig von der Anzahl der Studierenden im Studiengang Zahnmedizin, die sich in den vergangenen Jahren nicht wesentlich geändert hat. Auch für die Zukunft sind keine wesentlichen Veränderungen absehbar.

 

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