Umstrukturierung der Verkehrsflächen rund um das Rathaus und im Nikolaiviertel

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/2897

21. Wahlperiode     26.01.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 18.01.16

und Antwort des Senats

Betr.:     Umstrukturierung der Verkehrsflächen rund um das Rathaus und im Nikolaiviertel

Ich frage den Senat:

  1. Welche baulichen Veränderungen der Verkehrsflächen rund um das Rathaus und im Nikolaiviertel sind in den nächsten drei Jahren geplant?

Die Bergstraße soll zukünftig in nördlicher Richtung eine sogenannte Kommunaltrasse werden. Das bedeutet, dass diese in Richtung Alster für den Bus-, Taxi- und Radverkehr genutzt werden kann. Ein Linksabbiegen aus der Rathausstraße in die Bergstraße und ein Rechtsabbiegen aus der Domstraße in den Straßenzug Schmiedestraße/ Bergstraße wäre dann für den motorisierten Individualverkehr (MIV) nicht mehr gestattet. Fahrbeziehungen für den MIV sollen weiterhin in Richtung Süden und nach rechts aus der Rathausstraße in die Schmiedestraße bestehen. Dazu ist es erforderlich, Markierungen und Beschilderungen anzupassen und im Bereich Bergstraße/Rathausstraße/Speersort auch geringfügige bauliche Veränderungen vorzunehmen. Unter anderem soll die Lichtsignalanlage in der Rathausstraße zurückgebaut werden. Die geänderten Querungen sollen künftig barrierefrei gestaltet werden.

Im Übrigen siehe www.bid-nikolaiquartier.de. Der Große Burstah soll die zweistreifige Fahrbahn behalten. Die nördliche Fahrspur soll exklusiv für Linienbusse und Radfahrer sowie temporär für Lieferverkehre in Richtung Rödingsmarkt freigegeben werden.

  1. Wie viele Parkplätze und wie viele Stellplätze in Parkhäusern gibt es dort derzeit?

Vor Beginn der Umbauarbeiten gab es im Bereich des BID Nikolaiquartier 456 Parkplätze. Die Anzahl an Stellplätzen in Parkhäusern kann nicht in der für die Beantwortung einer Parlamentarischen Anfrage zur Verfügung stehenden Zeit ermittelt werden. Hierzu müssten alle öffentlichen und privaten Parkhaus-Betreiber ermittelt und abgefragt werden, die über aktuelle Daten verfügen.

  1. Wie viele Parkplätze und wie viele Stellplätze in Parkhäusern wird es dort nach Abschluss der baulichen Veränderungen der Verkehrsflächen geben?

In der Bergstraße wurde die Anzahl der Parkplätze nicht erhoben. Im Bereich des BID Nikolaiquartier wird es nach Abschluss der Umbauarbeiten 281 Parkstände geben. Die entfallenden Parkstände werden über öffentlich zu nutzende Stellplätze in den künftigen Tiefgaragen im Alten Wall Ost und Großer Burstah/Bohnenstraße (ehemals Allianzgebäude) mehr als ausgeglichen, sodass sich eine positive Parkstandsbilanz ergibt.

 

    Drucksache 21/2897      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

  1. Falls die Zahl der Parkplätze und Stellplätze zurückgeht: Wo sollen die Mitarbeiter und Kunden dann parken?

Im BID Nikolaiquartier steigt die Anzahl der im öffentlichen Raum zur Verfügung stehenden Parkplätze.

  1. Wie viele Parkplätze und Stellplätze fallen während der Bauarbeiten weg?

Im Bereich der Maßnahmen in der Bergstraße voraussichtlich keine. Im Bereich Großer Burstah sind die Arbeiten an der Fahrbahn abgeschlossen. In der Großen Johannisstraße entfallen voraussichtlich temporär drei Anlieferzonen und ein Taxenstand.

  1. Inwieweit wird es während der baulichen Veränderungen und nach deren Abschluss zu Verkehrsbeschränkungen kommen (Sperrung von Straßen für den Autoverkehr, Einbahnstraßen et cetera)?

Zur Bergstraße siehe Antwort zu 1. Aufgrund des geringen Umfangs der baulichen Maßnahmen im Bereich Bergstraße (Rückbau der Lichtsignalanlagen, Änderung der Markierung, etc.) wird es nur zu geringen temporären Verkehrsbeschränkungen während der Bauzeit im Frühjahr 2016 kommen.

Die Verkehrsführung nach Abschluss der Umbauarbeiten im Nikolaiquartier ist in der Schlussverschickung beschrieben und dargestellt (siehe unter www.bidnikolaiquartier.de). Die Verkehrsführung während der Bauzeit wird durch den Vorhabenträger und das beauftragte Bauunternehmen geplant und ausgeführt. Je nach Bauphase wird es unterschiedliche Verkehrsführungen im Großen Burstah und der Großen Johannisstraße geben. Die Große Johannisstraße wird zeitweise als Einbahnstraße eingerichtet werden. Ebenso werden zeitweise die Einmündungsbereiche entlang der Großen Johannisstraße für den Autoverkehr gesperrt werden.

  1. Wurden die geplanten Veränderungen mit den Anliegern (Bewohner und Gewerbetreibende beziehungsweise Selbstständige) besprochen?

    Wenn ja: Wann und wo und wie wurde dazu eingeladen?

    Wenn nein: warum nicht?

Die Umbaumaßnahmen in der Bergstraße wurden am 16. Juni 2014 mit Vertretern des City Managements Hamburg im Rahmen einer Gesprächsrunde in der Handelskammer Hamburg erörtert.

Die geplanten Veränderungen im Nikolaiquartier wurden seit dem Jahr 2010 mit den Grundeigentümern in diversen regelmäßig stattfindenden Sitzungen besprochen. Weiterhin wurden die Anlieger über Medien, Publikationen, einen Aushang im Johanniskontor, Bauschilder und über das Internet informiert. Vor Baubeginn in der Großen Johannisstraße sollen zusätzlich noch Anliegerinformationen verteilt werden. Während der Bauausführung steht ebenso ein Ansprechpartner der Bauüberwachung des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer vor Ort in der Großen Johannisstraße zur Verfügung.

 

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