Studiengang Holzwirtschaft

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/4076

21. Wahlperiode     22.04.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 14.04.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     Studiengang Holzwirtschaft

Betreffend den von Schließung bedrohten Studiengang Holzwirtschaft wurden in den letzten Tagen zwei Szenarien bekannt: Ein Wechsel des Studiengangs zur Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und die Finanzierung einer Professur durch die Holzindustrie.

Ich frage den Senat:

Es ist zwischen den Beteiligten ein Abstimmungsprozess vereinbart worden, dessen Ergebnisse noch nicht vorliegen. Im Übrigen siehe Drs. 21/3718.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

  1. Wird der Wechsel des Studiengangs Holzwirtschaft an die TUHH geplant?

    Wenn ja: Sind die Universität Hamburg (UHH), die TUHH, die zuständige Fakultät und die betroffenen Professoren, Mitarbeiter und Studenten des Studiengangs Holzwirtschaft damit einverstanden?

Nein.

  1. Welche Kosten würde die UHH durch einen solchen Wechsel sparen?
  2. Welche Kosten würden der TUHH dadurch entstehen?
  3. Hätte ein solcher Wechsel Einfluss auf die Zahlungen der Stadt an die UHH und die TUHH?

    Wenn ja: in welcher Höhe?

    Wenn nein: warum nicht?

Entfällt.

  1. Trifft es zu, dass die UHH statt derzeit sieben nur noch vier Professuren finanzieren kann oder will?

    Wenn ja: Ab wann wird diese Reduktion der Professuren erfolgen?

Siehe Vorbemerkung.

  1. Trifft es zu, dass es nach Ostern 2016 ein Treffen von UHH-Präsident Lenzen, einer Vizepräsidentin, dem Kanzler und vier Vertretern der Holzindustrie stattfand?

    Wenn ja: Was wurde dabei besprochen und beschlossen?

Ja. Der Präsident hat 50 Vertreter der Holzwirtschaft, die sich für den Erhalt des Studiengangs ausgesprochen hatten, zu einer Gesprächsrunde zu einer möglichen Betei-

    Drucksache 21/4076      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

ligung der Holzwirtschaft an dem für sie relevanten Studiengang eingeladen, an der vier Vertreter teilgenommen haben. Dabei wurden der Finanzierungsbedarf für die Professuren der Holzwirtschaft erörtert und Möglichkeiten eines Engagements der Holzwirtschaft diskutiert.

  1. Trifft es zu, dass der Studiengang langfristig nur erhalten werden kann, wenn die Holzindustrie eine Professur finanziert?

Siehe Vorbemerkung.

  1. Trifft es zu, dass die UHH jährlich 600.000 Euro Kaltmiete an das Thünen-Institut zahlen muss?

Die derzeitige Nutzung ist nicht über einen Mietvertrag geregelt, sondern erfolgt auf Basis einer Verwaltungsvereinbarung über die Zusammenarbeit zwischen der ehemaligen Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft und den „Ordinarien“ für Forst- und Holzwirtschaft der Universität Hamburg. Die Kosten, die der Universität für die Nutzung der Flächen in Rechnung gestellt werden, setzen sich aus den anteiligen Unterhaltskosten (2014: 307.000 Euro; Abrechnung für 2015 liegt der Universität noch nicht vor), anteiligen Bauunterhaltungskosten inklusive Wartung (2014: 156.000 Euro) und einem anteiligen Zinskostenbeitrag für getätigte Investitionen (2014: 245.000 Euro) zusammen.

  1. Wie viele Quadratmeter werden vom Thünen-Institut gemietet? Wie hoch ist die Miete pro Quadratmeter? Halten die UHH und der Senat diese Miete für angemessen?

Die Universität Hamburg nutzt derzeit in den Gebäuden der Liegenschaft Leuschnerstraße circa 5.000 Quadratmeter. Zu den Kosten für die Nutzung siehe Antwort zu 8. Die Kosten für die Nutzung werden jährlich abgerechnet und anteilig auf Basis der oben genannten Verwaltungsvereinbarung zwischen den Beteiligten aufgeteilt.

 

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