Straßenmarkierungen nur an Gefahrstellen

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/7761

21. Wahlperiode     31.01.17

 

Antrag

der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg, Katja Suding,

Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein, Michael Kruse, Jens Meyer (FDP) und Fraktion zu Drs. 21/7616

    Betr.:     Straßenmarkierungen nur an Gefahrstellen

Der Senat überzieht Hamburgs Straßen mit zahlreichen farblichen Markierungen. Damit sollen unter anderem Radfahrer geschützt werden. Viele dieser Markierungen sind jedoch verwirrend und führen in ihrer Häufung zu einer Reizüberflutung, sodass wirkliche Gefahrstellen Autofahrern nicht mehr auffallen. Das führt zu einer Gefährdung von Radfahrern und Fußgängern. Fahrbahnmarkierungen sind daher nur dann sinnvoll, wenn sie gezielt an besonders gefährlichen Stellen eingesetzt werden.

Eine zusätzliche Hilfe kann der neuentwickelte selbstleuchtende Straßenbelag sein, der tagsüber das Sonnenlicht speichert und nachts ohne externe Energiequelle leuchtet. Ob dieser tatsächlich eine Verbesserung darstellt, sollte in einem Pilotversuch geprüft werden. Allerdings sollte auch diese Maßnahme nur an besonders gefährlichen Stellen angewendet werden.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Die Punkte 1. und 2. des Antrags der Faktionen von SPD und GRÜNEN aus Drs. 21/7616 werden wie folgt geändert:

  1. darauf hinzuwirken, dass Radverkehrsanlagen nur an besonders gefährlichen Stellen farblich hervorgehoben werden, um die Sichtbarkeit, und damit die Sicherheit zu erhöhen. Für die Umsetzung sollen bereits bekannte Unfallhäufungspunkte und Gefahrenbereiche im Radverkehrsnetz betrachtet werden;
  2. zu prüfen, ob bereits bekannte Unfallhäufungspunkte und Gefahrenbereiche im Radverkehrsnetz, im Rahmen eines Pilotversuchs, mit selbstleuchtendem Oberflächenmaterial ausgestattet werden können.