Stau auf der A 1 am 11. April 2016

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/4024

21. Wahlperiode     19.04.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 11.04.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     Stau auf der A 1 am 11. April 2016

Am Morgen des 11. April 2016 kam es auf der Autobahn 1 zu einem sehr langen Rückstau Richtung Süden. Lange Zeit gab es keinen entsprechenden Hinweis in den Medien, sodass sich immer mehr Autos stauten.

Ich frage den Senat:

  1. Was war die Ursache dieses Staus?
  2. Wann und wo geschah das Ereignis, das den Stau auslöste?
  3. Bis zu welcher Länge entstand auf der Autobahn 1 ein Stau?
  4. Auf welchen weiteren Straßen entstand durch das Ereignis ebenfalls ein Stau?
  5. Wann und wie haben welche staatlichen Stellen die Medien über den drohenden beziehungsweise schon bestehenden Stau informiert?

Am Montag, den 11. April 2016, gegen 06.50 Uhr ereignete sich auf der Bundesautobahn (BAB) 1 auf der Richtungsfahrbahn Süden kurz hinter dem Tunnel Moorfleet ein Verkehrsunfall mit vier beteiligten Kraftfahrzeugen. Dabei wurden drei Personen verletzt. Alle beteiligten Fahrzeuge waren nach dem Verkehrsunfall nicht mehr fahrbereit. Für die Versorgung der Verletzten, die Beweissicherung und Aufnahme des Verkehrsunfalls, die Räumung der Unfallstelle und die Reinigung der Fahrbahn mussten zwei von drei Fahrstreifen bis gegen 10.00 Uhr gesperrt werden. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens stockte der Verkehr in der Spitze auf einer Länge von 19 Kilometern. Die festzustellenden erheblichen Verkehrsstörungen beruhten im Wesentlichen darauf, dass sich der Verkehrsunfall in der morgendlichen Verkehrsspitzenzeit mit einem überdurchschnittlichen Verkehrsaufkommen nach dem Wochen- und Osterferienende ereignet hat.

Zu stockendem Verkehr kam es aufgrund des Verkehrsunfalls insbesondere auf der BAB 24 in Fahrtrichtung Süden zwischen der Anschlussstelle Reinbek und dem Autobahnkreuz Hamburg-Ost beziehungsweise dem Horner Kreisel sowie im innerstädtischen Netz auf der offenbar von vielen Autofahrern gewählten Ausweichroute in Fahrtrichtung Süden zu den Elbbrücken über Sievekingsallee, Bürgerweide und Heidenkampsweg.

Die Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst in der Verkehrsleitzentrale der Polizei hat routinemäßig unmittelbar nach Kenntnis der Unfall- und Verkehrssituation auf der BAB 1 um 06.54 Uhr eine erste Verkehrswarnmeldung zur zunächst noch ungesicherten Unfallstelle an die Radiosender und andere digitaler Abnehmer (zum Beispiel auch für die Information von Verkehrsteilnehmern über Navigationsgeräte) versandt. In der Folgezeit hat die Landesmeldestelle 14 weitere, immer wieder aktua-

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lisierte Verkehrsmeldungen zu dem Verkehrsunfall auf der BAB A 1 mit Informationen zu Fahrstreifensperrungen und Staulänge versandt.

  1. Wann wurden welche Ausweichempfehlungen gegeben?

Die Polizei empfiehlt bestimmte Ausweichrouten für den Autobahnverkehr nur, wenn die großräumige Umfahrung einer länger andauernden Verkehrsstörung auf der BAB sinnvoll und möglich ist. Dies war aufgrund der Verkehrslage am Morgen des 11. April 2016 nicht der Fall. Für das innerstädtische Netz werden generell keine Ausweichempfehlungen gegeben, damit sich ortskundige und nicht ortskundige Verkehrsteilnehmer möglichst gleichmäßig über das Netz verteilen, wenn sie Bereichen mit Verkehrsstörungen ausweichen. Die Empfehlung bestimmter Ausweichrouten würde in kurzer Zeit zu einer Überlastung eben dieser Routen führen.

  1. Wie wird sichergestellt, dass die Medien und die Autofahrer zeitnah informiert werden?

Siehe Antwort zu 1. bis 5. Im Übrigen entscheiden die Radiosender und digitalen Medien in eigener Zuständigkeit und Verantwortung, wie zeitnah sie die Verkehrsmeldungen für ihre Hörer beziehungsweise die Nutzer von Navigationsgeräten übertragen. Erfahrungsgemäß werden aber insbesondere Gefahrenmeldungen zu ungesicherten Unfallstellen von Radiosendern regelmäßig sehr zeitnah im laufenden Programm verbreitet.

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