StadtRAD nach Bergedorf

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/2610

21. Wahlperiode     22.12.15

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 14.12.15

und Antwort des Senats

    Betr.:     StadtRAD nach Bergedorf

Der Senat und die ihn tragenden Fraktionen reden gerne von der Fahrradstadt. Bei der Umsetzung hapert es oft. Unter anderem wurde versprochen, dass das StadtRAD-System auch in Bergedorf angeboten wird. Offenbar wird daraus in absehbarer Zeit nichts.

Ich frage den Senat:

Die zuständige Behörde prüft eine Erweiterung des StadtRAD-Systems nach Bergedorf und hat dies auch stets so kommuniziert. Die Realisierung hängt insbesondere von der Finanzierbarkeit des aufwändigen Inselbetriebes ab. Die Prüfung soll bis Ende 2015 abgeschlossen werden.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

  1. Wann werden in Bergedorf wo die ersten StadtRAD-Stationen eröffnet?

Über eine Erweiterung des StadtRAD-Bedienungsgebietes nach Bergedorf wurde noch nicht entschieden.

  1. Haben die bezirklichen Gremien alle Vorarbeiten geleistet, um StadtRAD-Stationen in Bergedorf zu eröffnen?

    Wenn nein: Was müssen die bezirklichen Gremien noch leisten?

Vorarbeiten der bezirklichen Gremien sind nicht erforderlich. Vielmehr hängt die Entscheidung von der Flächenverfügbarkeit für die Stationen und der Finanzierbarkeit des aufwändigen Inselbetriebes ab.

  1. Welche Orte für StadtRAD-Stationen in Bergedorf haben welche bezirklichen Gremien wann vorgeschlagen?
  2. Welche dieser Orte halten die zuständige Behörde und die DB Rent GmbH für umsetzbar?
  3. Warum sind die anderen Orte nicht umsetzbar? Bitte für jeden Ort getrennt angeben.

Siehe Drs. 21/2482.

  1. Trifft es zu, dass die DB Rent GmbH für die Einrichtung von StadtRADStationen in Bergedorf eine höhere Beteiligung der Stadt als in anderen Bezirken fordert?
  2. Werden derzeit StadtRÄDER zwischen den einzelnen Stationen durch den Betreiber hin und her transportiert, um zu gewährleisten, dass überall Räder zur Verfügung stehen?

    Drucksache 21/2610      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Wenn ja: Wo liegt der grundsätzliche Unterschied zu einem möglichen Angebot in Bergedorf?

Die Erfahrungen mit dem seit Frühjahr 2015 bestehenden StadtRAD-Angebot in Harburg zeigen, dass sich die Fahrräder dort nicht durch die Kundenfahrten in ausreichendem Umfang verteilen. Vielmehr würden ohne eine entsprechende Redistribution der Räder wenige zentral gelegene Stationen in kurzer Zeit über- und die anderen leer laufen. Somit erfordert ein isoliertes Bedienungsgebiet mit einer vergleichsweise kleinen Stationsanzahl und zudem langem Anfahrtsweg eine tägliche Bewirtschaftung, während sich im übrigen Bedienungsgebiet durch die hohe Stationsanzahl und -dichte eine ausgeglichene Auslastung der Stationen teilweise allein durch die Kundenfahrten regelt. Vor diesem Hintergrund hat die DB Rent GmbH gegenüber der zuständigen Behörde das Erfordernis zusätzlicher Kräfte und Fahrzeuge für die Teilbereiche Harburg und Bergedorf zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Servicequalität und somit einer Aufstockung des Betreiberentgelts zum Ausdruck gebracht.

 

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