Schließung von Verladestellen der Deutschen Bahn

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/3701

21. Wahlperiode     24.03.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 17.03.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     Schließung von Verladestellen der Deutschen Bahn

Nach Medienberichten plant die Deutsche Bahn AG die Schließung von 500 Verladestellen, insbesondere in Nord- und Ostdeutschland.

Ich frage den Senat:

Bei den in den Medien beschriebenen Überlegungen der Deutschen Bahn AG (DB AG) zu Veränderungen im Bereich des Schienengüterverkehrs handelt es sich um Güterverkehrsstellen, nicht um Verladestationen. Güterverkehrsstellen bezeichnen tariflich zusammengefasste Gleisanschlüsse beziehungsweise Ladestellen. Örtlich stationiertes Personal befindet sich nur an wenigen Konzentrationspunkten (zum Beispiel im Rangierbahnhof Maschen). Im Raum Schleswig-Holstein, Hamburg und NordNiedersachsen wurden 74 Güterverkehrsstellen im Rahmen der in den Medien diskutierten Überlegungen betrachtet. Abschließende Ergebnisse hierzu liegen noch nicht vor.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen auf der Grundlage von Auskünften der Deutschen Bahn AG (DB AG) wie folgt:

  1. Welche Verladestationen betreibt die Deutsche Bahn derzeit im Großraum Hamburg?
  2. Wie groß ist jeweils derzeit der Umschlag?

Ladestellen werden von der DB AG in Hamburg nicht betrieben. Im Übrigen siehe:

http://fahrweg.dbnetze.com/file/fahrweg-de/2394444/0E6dtYhFGe46u566-moMDqseEg/2361358/data/ladestellen_db_netz_graphisch.pdf.

Die Gleisanschlüsse werden vom jeweiligen Eigentümer betrieben.

  1. Wie viele Mitarbeiter sind dort derzeit jeweils beschäftigt?
  2. Welche dieser Verladestationen soll geschlossen werden?
  3. Wie viele Arbeitsplätze werden dadurch voraussichtlich wegfallen?

Siehe Vorbemerkung.

  1. Welche Auswirkungen haben diese Schließungen auf die Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens?

Die Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens ist davon nicht betroffen. Der Hamburger Hafen ist im Norden Deutschlands unverändert der aufkommensstärkste Verkehrsknotenpunkt im Schienengüterverkehr. Die DB Cargo arbeitet nach eigener Auskunft intensiv an der Verbesserung des dortigen Leistungsangebotes.

    Drucksache 21/3701      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

7. Was unternimmt der Senat, um die Schließung der Verladestationen zu verhindern, da damit ja das Ziel einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene behindert/gefährdet wird?

Der Senat unterstützt grundsätzlich den Verkehrsträger Schiene und setzt sich für dessen Stärkung ein. Im Übrigen siehe Vorbemerkung.

 

2