Regionalisierung und Evaluierung der Drogenhilfe

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/7298

21. Wahlperiode     27.12.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 20.12.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     Regionalisierung und Evaluierung der Drogenhilfe

Senatorin Prüfer-Storcks teilte in der letzten Wahlperiode mit, dass sie eine Evaluierung der Drogenhilfe in Hamburg plane. Dazu gehöre auch eine bessere Regionalisierung, also eine bessere Verteilung der Drogenhilfeeinrichtungen über das Stadtgebiet.

Ich frage den Senat:

In der 20. Legislaturperiode wurde das Ziel formuliert, das Suchthilfesystem weiterzuentwickeln. Um die Entwicklungsbedarfe festzustellen wurden die Bedarfe analysiert und mit den Angeboten abgeglichen. Die Ergebnisse wurden im Suchthilfebericht 2013 veröffentlicht. Eine darüber hinausgehende „Evaluation“ war nie Gegenstand der Planungen.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

  1. Wann wird der Bürgerschaft ein konkreter Vorschlag zur Evaluierung des Hamburger Drogenhilfesystems zugeleitet?
  2. Welche konkreten Vorarbeiten zur Evaluierung des Hamburger Drogenhilfesystems wurden in den letzten zwei Jahren geleistet?

Siehe Vorbemerkung.

  1. Bleibt der Senat bei seiner Auffassung, dass derzeit die Hamburger Drogenhilfeeinrichtungen nicht optimal über das Stadtgebiet verteilt sind?

         Wenn ja: Welche Mängel sieht er insoweit?

Wenn nein: wieso nicht?

Zu den Standorten der ambulanten Drogen- und Suchthilfeeinrichtungen im Hamburger Stadtgebiet siehe Drs. 20/10408.

  1. Wann hat die zuständige Behörde mit den Drogenhilfeeinrichtungen Gespräche betreffend eine Evaluierung und eine bessere Regionalisierung geführt?

Die zuständige Behörde führt seit 2014 kontinuierlich Gespräche mit den freien Trägern der ambulanten Drogen- und Suchthilfe zur Regionalisierung, zuletzt am 19. September 2016 im Fachrat Drogen und Sucht.