Print-Sendung des HVV

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/8108

21. Wahlperiode     03.03.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 23.02.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Print-Sendung des HVV

Es ist sinnvoll, dass der HVV für seine Angebote wirbt. Jedoch kommt es dabei auf Professionalität und Effizienz an. Dies scheint bei einer jüngst durchgeführten Werbesendung nicht der Fall gewesen zu sein.

Ich frage den Senat:

Der Senat beantwortet die Anfrage auf Grundlage von Auskünften des Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV) wie folgt:

  1. Wann fand die letzte Print-Werbesendung des HVV statt?

Die letzte Print-Werbesendung wurde in der 8. Kalenderwoche 2017 (20. bis 24. Februar 2017) über den Dienstleister Deutsche Post AG verteilt.

  1. Wofür wurde dabei geworben?

Mit der Werbesendung wird für das Abonnement geworben. Neben der Beschreibung der Produktvorteile der Abo-Sorten Voll- und Teilzeit-Karte sowie der Nennung der jeweiligen Preise, befindet sich in der Werbesendung auch ein verkürzter AboBestellantrag. Das Angebot, das Abo postalisch abzuschließen, ist eine neue Form des Vertriebswegs und wird testweise erprobt.

  1. Wie wurde geworben (Wurfsendung an alle Haushalte, Infopost et cetera)?

Die Werbesendung ist Teil einer regionalen Werbekampagne, die aus mehreren Maßnahmen besteht:

Die hier genannte Print-Werbesendung wurde an Haltestellen und in Zügen sowie durch die Deutsche Post AG als unadressierte Postwurfsendung an die Haushalte innerhalb ausgewählter Postleitzahlen verteilt.

Weitere Medien und Maßnahmen, die in den ausgewählten Postleitzahlengebieten eingesetzt werden, sind Großflächenplakate, Plakate auf den Haltestellen entlang der U-Bahn-Linie U1 sowie Fahrgast-Fernsehen im entsprechenden Streckenabschnitt. Zudem gibt es Informationsstände im Werbegebiet, wie Wandsbek Quarree, in ausgewählten Filialen von Budnikowsky, bei Rewe und der Hamburger Sparkasse.

  1. Welche Stadtteile wurden damit erreicht?

Mit der Kampagne sollen Anwohnerinnen und Anwohner entlang des Teilstücks der U-Bahn-Linie U1 zwischen Wandsbek Markt und Ohlstedt sowie Fahrgäste der U1, die zwar regelmäßig den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen, sich jedoch eventuell noch nicht weiter mit dem Abo beschäftigt haben, angesprochen werden. Die U-Bahn-Linie U1 führt durch mehrere Stadtteile, die kommunikativ nur in

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Teilen angesprochen werden. Ausgewählt wurde dieses Gebiet aufgrund eines guten Verkehrsangebotes und einer ausbaufähigen Abonnementsquote.

Die Werbesendung wurde in den folgenden Postleitzahlengebieten durch die Deutsche Post AG in der Versandform „Postaktuell“ verteilt:

  • 22041 Hamburg Wandsbek
  • 22047 Hamburg Wandsbek
  • 22047 Hamburg Bramfeld 22047 Hamburg Tonndorf
  • 22049 Hamburg Dulsberg
  • 22049 Hamburg Wandsbek
  • 22081 Hamburg Barmbek-Süd
  • 22089 Hamburg Wandsbek
  • 22159 Hamburg Bramfeld
  • 22159 Hamburg Farmsen-Berne
  • 22179 Hamburg Bramfeld
  • 22305 Hamburg Barmbek-Süd
  • 22305 Hamburg Barmbek-Nord
  • 22359 Hamburg Bergstedt
  • 22359 Hamburg Rahlstedt
  • 22359 Hamburg Volksdorf
  • 22395 Hamburg Wohldorf-Ohlstedt
  • 22395 Hamburg Bergstedt
  • 22397 Hamburg Wohldorf-Ohlstedt
    • Wie wurde verhindert, dass auch langjährige Abo-Nutzer die Sendung erhalten?

Bei der Werbesendung Postaktuell handelt sich um eine unadressierte Werbesendung. Neben den Abonnenten, die namentlich bei der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) registriert sind, gibt es weitere Stammkunden im HVV, die nicht namentlich bekannt sind. Hierzu zählen die Nutzerinnen und Nutzer der ProfiCard und des Semester-Tickets. Aufgrund des Umstandes, dass nicht alle HVV-Stammkunden postalisch bekannt sind, wurde auf einen Adress-Abgleich verzichtet.

Zudem hat die Nennung der Abo-Vorteile in der Werbesendung einen informativen und entscheidungsbestätigenden Charakter für bestehende Abo-Nutzerinnen und

-nutzer.

  • Trifft es zu, dass zum Beispiel in Barmbek-Nord für HVV-Filialen in Wandsbek geworben wird?

Wenn ja: warum?

Die für die Werbesendung ausgewählten HVV-Servicestellen befinden sich an der U-Bahn-Linie U1 am Streckenabschnitt Wandsbek Markt – Ohlstedt und gehören somit zum ausgewählten Werbegebiet: U Farmsen, Kiss GmbH

  • U Ohlstedt, Der Kiosk Ohlstedt
  • U Wandsbek Markt, Schalterhalle
  • U Wandsbek-Gartenstadt, Task-Force-Convenience GmbH

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Zusätzlich wurden das HVV-Kundenzentrum am Johanneswall als zentrale Anlaufstelle und der Hinweis, weitere Servicestellen über das Internet einsehen zu können, genannt. Darüber hinaus wurden in keinem weiteren Werbemittel Servicestellen aufgeführt.

Das Gebiet Barmbek-Nord mit der Postleitzahl 22305 liegt in der Nähe der U-BahnStation Alter Teichweg (U1). Aus diesem Grund wurden dort 5.186 Haushalte mit den Werbesendungen versorgt.

  • Welche Kosten hat diese Sendung verursacht?

Die Kosten für die Verteilung durch die Deutsche Post AG im ausgewählten Kommunikationsgebiet belaufen sich auf 8.114,40 Euro (netto).

  • Wie viel hat der HVV in den Jahren 2011 – 2016 für Werbung ausgegeben? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

Die Werbeaufwendungen für die HVV-Basis- und Produktkampagne sind der Anlage zu entnehmen.

  • Wie hat sich die Zahl der Abonnenten seit 2011 entwickelt? Bitte die Zahl der Abonnenten der einzelnen Abos am Jahresende angeben.

Siehe Anlage. Die Tabelle gibt die Entwicklung der Abonnenten im Jahresdurchschnitt wieder. Eine Darstellung der Abonnentenzahlen zum Jahresende würde zu Verzerrungen führen, da es viele Bewegungen innerhalb eines Jahres (An- und Ab- beziehungsweise Ummeldungen) gibt.

  • Welche anderen Werbemittel außer Print-Sendungen werden vom HVV genutzt? Bitte für jedes Werbemittel die Ausgaben in jedem Jahr seit 2011 angeben.

Eine Differenzierung der Werbeaufwendungen nach Werbemitteln liegt dem HVV nicht vor. Für die Jahre 2011 bis 2016 müssten für alle Themenfelder (Basis-, Produkt- und Absatzkampagne) insgesamt 1.416 Rechnungen händisch geprüft werden. Dies ist in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit für eine Beantwortung einer Schriftlichen Kleinen Anfrage nicht möglich. Im Übrigen siehe Antwort zu 8.

 

    3 Drucksache 21/8108      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode Anlage

 

   

         

           
       

         

           

 

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