Potenziale des Buslinienfernverkehrs nutzen, neue Fernbushaltestellen entwickeln

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/5829

21. Wahlperiode     06.09.16

 

Antrag

der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg, Katja Suding,

Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein, Michael Kruse, Jens Meyer (FDP) und Fraktion zu Drs. 21/5513

Betr.:     Potenziale des Buslinienfernverkehrs nutzen, neue Fernbushaltestellen entwickeln

Der Fernbusverkehr in Hamburg ermöglicht vielen Bürgerinnen und Bürgern eine kostengünstige und komfortable Verkehrsanbindung und bedient damit das steigende Mobilitätsbedürfnis. Das Fernbusnetz bietet eine hervorragende Ergänzung zu Bahn, Flugzeug oder dem motorisierten Individualverkehr. Für Hamburg ist das Fernbussegment ein wachsender Wirtschaftsfaktor, da er neben den branchenspezifischen Beschäftigungsverhältnissen auch zusätzlich Touristen in die Stadt bringt. Dadurch profitieren sowohl der lokale Handel, das Hotelgewerbe und Gaststättenbetriebe sowie zahlreiche Kultureinrichtungen.

Für den Fernbusverkehr ist die Haltestelle ZOB am Hauptbahnhof am wichtigsten, da sie an zentraler Stelle liegt und diverse Umsteigemöglichkeiten sowie den fußläufigen Anschluss zur Innenstadt bietet. Auch in Bergedorf gibt es bereits eine modere Fernbushaltestelle. Doch Hamburg sollte weiterhin für das Fernbusnetz attraktiv bleiben, auch wenn die Kapazitäten am ZOB eines Tages vollständig erschöpft sein sollten. Zusätzliche Haltestellen im Stadtgebiet der Freien und Hansestadt Hamburg (beispielsweise am Flughafen oder am Bahnhof von Hamburg-Harburg) könnten die Potenziale des Fernbusverkehrs verbessern und einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsförderung leisten.

Die Bürgerschaft möge daher beschließen:

Der Senat wird aufgefordert,

  1. weitere Standorte für Fernbushaltestellen in Hamburg (beispielsweise Bahnhof Hamburg-Harburg oder Flughafen Fuhlsbüttel) zu suchen.
  2. zu prüfen, inwieweit private Investoren die Erstellung und den Betrieb von Fern- bushaltstellen in Hamburg übernehmen können.
  3. der Bürgerschaft bis zum 31. Dezember 2016 über die Ergebnisse der Untersuchungen zu berichten.