Personal des UKE

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/6083

21. Wahlperiode     27.09.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 21.09.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     Personal des UKE

Ich frage den Senat:

  1. Wie hat sich das Personal des UKE seit 2010 entwickelt? Bitte in VZÄ zum Jahresende für jedes Jahr angeben.
  2. In welchen Bereichen hat das UKE seit 2010 in welchem Umfang Personal auf- und abgebaut? Bitte in VZÄ angeben.

Siehe Anlage 1.

  1. Welche Personalaufwendungen hat es im UKE seit 2010 gegeben? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.
  2. Wie haben sich die Patientenzahlen des UKE seit 2010 entwickelt? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

Siehe Anlage 2.

  1. Wie ist der geplante Personalaufwuchs um 390 Stellen in den Jahren 2017 fortfolgende zu erklären (vergleiche Einzelplan 3.2, Seite 126)?

Wegen der haushaltsrechtlichen Relevanz des in Bezug genommenen Stellenplans und der ihm zugrunde liegenden Systematik siehe die Protokollerklärung der BWFG für die Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Gleichstellung vom 13.09.2016. Der in dem Stellenplan mit 390 Stellen bezifferte Aufwuchs hat seine Ursachen insbesondere in folgenden quantitativen und qualitativen Entwicklungen des UKE-Leistungsspektrums in dem Betrachtungszeitraum:

  • Inbetriebnahme der neuen Stroke Unit Station
  • Inbetriebnahme einer weiteren Intensivstation
  • Erweiterung der Akutstation der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zur Auf-nahme von nach HmbPsychKG untergebrachten Personen
  • Inbetriebnahme der Adoleszentenstation (Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik)
  • Erweiterung der stationären Kapazitäten des Universitären Perinatalzentrums
  • Anstieg der Planbettenzahl des UKE von 1.345 (01.01.2013) auf 1.436 (01.01.2016)
  • Zunahme von Drittmittelprojekten

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Die dafür benötigten Stellen wurden und werden zum Teil in Vollzeit und zum Teil in Teilzeit wahrgenommen. Der effektive Personalaufwuchs ist in den Zahlen der Anlage 1 enthalten und dort in der Einheit „Vollzeitkräfte“ zusammengefasst.

Die aktuelle Personalplanung des UKE für das Jahr 2017 ist noch nicht abgeschlossen.

  1. Welche zusätzlichen Kosten entstehen durch diese zusätzlichen Stellen?

Zu den durch den oben genannten Personalaufwuchs ausgelösten Kosten siehe Anlage 2.

  1. Welche Mehreinnahmen können durch diese zusätzlichen Stellen erwirtschaftet werden?

Die Entwicklung der Erlös- und Verlustsituation ist das Ergebnis des Zusammenwirkens einer Vielzahl von Faktoren (Patientenzahlen; Kostenentwicklung bei Medikamenten; Entwicklungen im DRG-System). Eine Zuordnung von „Mehreinnahmen“ zu einzelnen Stellen erfolgt nicht.

  1. Welche Anzahl an VZÄ arbeitet aktuell an der Einführung der E-Patientenakte?

Die elektronische Patientenakte ist ein Teil des im UKE eingeführten klinischen Arbeitsplatzsystems (KAS) „Soarian“, welches im Rahmen eines Projektes mit vielen weiteren Bestandteilen eingeführt wurde. Im Geschäftsbereich IT und im Projektmanagement des UKE arbeiten aktuell etwa fünf VK an der Einführung von weiteren Modulen und der Weiterentwicklung des KAS. Weitere circa sieben VK sind unmittelbar mit dem Betrieb und Support der heute genutzten Funktionen des KAS betraut.

  1. Welche Personaleinsparungen hat die E-Patientenakte bislang erbracht und welche sind in Zukunft zu erwarten?

In den Zielsetzungen der Einführung des KAS spielte die Erwartung zu Personaleinsparungen keine Rolle.

  1. Welche Kosten hat die E-Patientenakte bislang verursacht, welche Einsparungen sind durch sie bereits erzielt worden oder in Zukunft zu erzielen?

Das Projekt zur Einführung des KAS „Soarian“ hat ein Gesamtvolumen von circa 6,1 Millionen Euro für die bis 2018 ausgerichtete Projektlaufzeit; im Übrigen siehe Antwort zu 9. 2

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Anlage 1 UKE (Körperschaft des öffentlichen Rechts) Vollkräfte Stand: jeweils zum 31.12.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Drittmittel) – umgerechnet auf Vollkräfte – verteilen sich in den Jahren 2010 bis 2015 wie folgt:

Dienstart

2015

2014

2013

2012

2011

2010

Ärztlicher Dienst

1.148,8

1.128,8

1.091,7

999,4

986,0

963,9

Pflegedienst

1.265,2

1.259,4

1.244,1

1.245,3

1.211,2

1.260,1

Medizinischtechnischer Dienst

1.352,7

1.325,5

1.311,1

1.310,5

1.255,4

1.212,9

Funktionsdienst

522,5

508,1

491,9

471,4

453,4

461,3

Klinisches Hauspersonal

1,9

1,7

2,8

3,0

2,7

2,9

Wirtschafts- und Versorgungsdienst

5,0

4,8

5,1

5,3

4,9

4,8

Technischer Dienst

19,9

20,4

20,7

20,7

22,0

21,5

Verwaltungsdienst

558,3

542,5

517,5

505,9

505,8

482,2

Sonderdienst

57,7

54,9

53,3

59,9

50,3

51,3

Personal der Ausbildungsstätten

43,1

44,1

42,8

41,8

35,0

34,2

Sonstiges Personal

22,5

20,4

19,7

17,8

18,5

19,7

 

4.997,6

4.910,6

4.799,7

4.681,0

4.545,2

4.514,8

Quelle: Prüfberichte des Wirtschaftsprüfers zu den Jahresabschlüssen des UKE (KöR)

 

    3 Drucksache 21/6083      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Anlage 2

 

 

 

 

 

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