Maßnahmen gegen den Landarztmangel

Deutscher Bundestag               Drucksache
19/751

19. Wahlperiode     14.02.2018

Antwort

der Bundesregierung

auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg, Christine Aschenberg-Dugnus, Katrin Helling-Plahr, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP – Drucksache 19/553 –

Maßnahmen gegen den Landarztmangel

Vorbemerkung der Fragesteller

Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) hat der Deutsche Bundestag im Jahr 2011 zahlreiche Maßnahmen für eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum beschlossen. Der vom FDP-geführten Gesundheitsministerium vorgelegte Gesetzentwurf sah unter anderem eine bessere Bezahlung, die Erprobung mobiler Arztpraxen und eine Reform der Bedarfsplanung vor (vgl. Bundestagsdrucksache 17/6906).

Dennoch ist der Landarztmangel weiterhin Teil der politischen und öffentlichen Debatte. Zuletzt hatten Bundesregierung und Ländervertreter mit dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ die Möglichkeit geschaffen, dass bis zu 10 Prozent der Studienplätze vorab an Bewerber vergeben werden können, die sich dazu verpflichten, als Landarzt tätig zu werden (www.bmbf.de/files/2017-03-31_Master plan%20Beschlusstext.pdf).

Die Behebung eines Mangels an Landärzten muss nach Ansicht der Fragesteller anhand von evidenzbasierten Kriterien angegangen werden. Zudem muss die Situation der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum stets evaluiert werden. Neue Konzepte wie etwa mobile Arztpraxen oder eine Onlinepraxis könnten weitere Möglichkeiten sein, Menschen in abgelegenen Gebieten eine gute medizinische Versorgung zu bieten.

Vorbemerkung der Bundesregierung

Die Bundesrepublik Deutschland verfügt insgesamt über ein gutes Gesundheitssystem mit einem hohen Versorgungsstandard. Der Gesetzgeber hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in ländlichen oder strukturschwachen Regionen ergriffen. Nicht nur durch das in der Vorbemerkung der Fragesteller erwähnte GKV-Versorgungsstrukturgesetz (GKV-VStG) wurden die Rahmenbedingungen für die Sicherstellung der ambulanten ärztliche Versorgung verbessert (z. B. durch eine Flexibilisierung der Bedarfsplanung, Vergütungsanreize für Ärzte in ländlichen Regionen

 

Die Antwort wurde namens der Bundesregierung mit Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit vom 12. Februar 2018 übermittelt.

Die Drucksache enthält zusätzlich – in kleinerer Schrifttype – den Fragetext.

und weitere Maßnahmen, wie die Aufhebung der Residenzpflicht). Mit dem am 23. Juli 2015 in Kraft getretenen GKV-Versorgungsstärkungsgesetz (GKV-VSG) hat der Gesetzgeber weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung in ländlichen Regionen ergriffen. Dazu zählt insbesondere die Förderung des ärztlichen Nachwuchses in der Aus- und Weiterbildung, die Weiterentwicklung und Förderung kooperativer Versorgungsstrukturen wie medizinische Versorgungszentren und Praxisnetze und die Öffnung der Voraussetzungen zur Einrichtung eines Strukturfonds durch die Kassenärztlichen Vereinigungen. Der am 31. März 2017 von den Gesundheits- und Wissenschaftsministerinnen und -ministern des Bundes und der Länder beschlossene „Masterplan Medizinstudium 2020“ enthält zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium sowie zur Gewinnung von mehr Nachwuchs für eine flächendeckende hausärztliche Versorgung. Dazu gehören u. a. die Einbindung von mehr Lehrpraxen und Lehrkrankenhäusern im ländlichen Raum durch die Hochschulen, die Suche nach finanziellen Mitteln zur Unterstützung von Studierenden, die Ausbildungsabschnitte im ländlichen Raum ableisten, sowie die sogenannte „Landarztquote“.

Allgemein ist darauf hinzuweisen, dass der Sicherstellungsauftrag für die vertragsärztliche Versorgung den Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung obliegt. Für die Krankenhausplanung, d. h. für die Sicherstellung einer bedarfsgerechten Versorgung mit leistungsfähigen und eigenverantwortlich wirtschaftenden Krankenhäusern sind die Länder zuständig. Aufbauend auf den in den beiden vergangenen Legislaturperioden getroffenen Maßnahmen wird die zukünftige Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum auch in dieser Legislaturperiode ein Schwerpunkt sein. In diesem Rahmen werden entsprechende Maßnahmen zu prüfen und zu entwickeln sein.

  1. Wie werden Landärzte von Ärzten im städtischen Raum offiziell abgegrenzt?

Grundsätzlich kann die Abgrenzung von städtischem und ländlichem Raum anhand unterschiedlicher Kriterien erfolgen. Für die Bedarfsplanung der ambulanten ärztlichen Versorgung legt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die Raumabgrenzung „Städtischer und Ländlicher Raum“ des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zugrunde. Die Gliederung erfolgt anhand der Siedlungsstrukturmerkmale auf Gemeindeebene. Kriterien sind dabei der Bevölkerungsanteil in Groß- und Mittelstädten und die Einwohnerdichte der Kreisregion.

Ergänzend wird auf die Antwort der Bundesregierung zu Frage 1 der Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf Bundestagsdrucksache 18/13212 verwiesen.

  1. Welche Anzahl an Personen lebt nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell mehr als 10 km von einem niedergelassenen Hausarzt entfernt, und welche Gebiete sind hier betroffen?

Nach Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung ergab die Auswertung der im Bundesarztregister hinterlegten Adressdaten der Hausarztpraxen, dass insgesamt auf einer Fläche von etwas unter 10 000 km² (ca. 2,8 Prozent der Fläche der Bundesrepublik) insgesamt ca. 173 000 Personen (0,2 Prozent der Bevölkerung) in Deutschland mehr als 10 km vom nächsterreichbaren Hausarzt in der vertragsärztlichen Versorgung entfernt wohnen. Davon betroffen sind neben der Inselbevölkerung vor allem dünn besiedelte ländliche Gebiete im Bundesgebiet insgesamt, insbesondere in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Thüringen, sowie im Grenzgebiet zu Luxemburg und Österreich. Die einzelnen betroffenen Gebiete sind in der Karte 1 rot dargestellt:

Karte 1: Geomarkets mit einer Fahrtstrecke von mehr als 10 km bis zum nächsterreichbaren Hausarzt

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung unter Verweis auf Bundesarztregister; Datenstand 31. Dezember 2016. In Rot: Geomarkets mit mindestens 1 Einwohner und einer Wegstrecke von mehr als 10 km bis zum nächsterreichbaren Hauptleistungsort (also ohne Nebenleistungsorte wie Zweigpraxen) eines an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Hausarztes (Hausärzte nach Definition der Bedarfsplanungsrichtlinie, d. h. ohne Kinderärzte).

  1. Wie wird sich die Anzahl an Personen, die mehr als 10 km von einem niedergelassenen Hausarzt entfernt leben nach Kenntnis der Bundesregierung bis 2030 verändern, und worauf beruht die Prognose?

Eine derartige Prognose ist nicht valide zu erstellen. Nach Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung beruhen die gängigen Projektionen zur Arztzahlentwicklung auf der Modellierung zahlreicher Faktoren, die nur begrenzt regionalisierbar sind. Insbesondere die Austritts- und Nachbesetzungswahrscheinlichkeiten von Ärzten sind nicht personengenau, sondern nur auf der Aggregatebene sinnvoll zu modellieren und zu interpretieren. Die exakte geographische Verteilung der Ärzte in die Zukunft zu projizieren, würde daher zahlreiche Hilfsannahmen voraussetzen und eine Spannbreite an möglichen Ergebnissen hervorbringen, die deutlich zu groß wäre, um auf den sehr kleinen Untersuchungsgegenstand (siehe Antwort zu Frage 2) in der gebotenen Präzision anwendbar zu sein.

Neben der Angebots- stellt auch die Nachfrageprojektion auf kleinräumiger Ebene ein methodisches Problem dar. Die Raumordnungsprognose des Bundesinstituts für Bau, Stadt- und Raumforschung hat den Anspruch, die Bevölkerungsbewegungen wissenschaftlich fundiert bis 2035 zu prognostizieren, dies ist jedoch nur auf der räumlichen Ebene der Kreise und kreisfreien Städte möglich, die deutlich zu grob ist, um die Entfernung der Wohnbevölkerung von der nächstgelegenen Hausarztpraxis in der notwendigen Präzision zu schätzen.

  1. Wie hoch ist nach Kenntnis der Bundesregierung der Anteil von Personen, die mehr als 10 km von einem niedergelassenen Hausarzt entfernt lebten, im Vergleich zu den anderen EU-Staaten?

Zur exakten Beantwortung dieser Frage wäre die Auswertung einer europaweit einheitlichen, systematisch vergleichbaren Datenbasis mit ärztlichen Individualdaten erforderlich.

Es kann jedoch nach Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die fundierte Annahme getroffen werden, dass die Erreichbarkeit der hausärztlichen Versorgung in Deutschland im europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut ist.

In den einschlägigen vergleichenden und länderspezifischen Publikationen der OECD, die über eine der breitesten Indikatorensammlungen zur Gesundheitsversorgung verfügt, wird die Frage der Entfernung zum nächsterreichbaren Arzt (in Kilometern oder Fahrtzeiten) nicht systematisch erhoben. Eine gängige Proxyvariable für die Verfügbarkeit der ärztlichen Versorgung ist stattdessen die regionale Arztdichte. Dabei kommt die OECD für die Lage in Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Staaten zu dem Schluss: „Internationale Daten zeigen, dass die Dichte an Betten und Ärzten selbst in Regionen mit den niedrigsten Quoten immer noch über dem oder dicht am Durchschnitt der meisten anderen EU-Länder liegt. Ungedeckter Bedarf aufgrund von Wartezeiten oder Entfernungen existiert so gut wie nicht in Deutschland.“ (Quelle: OECD/European Observatory on Health Systems and Policies (2017), Deutschland: Länderprofil Gesundheit 2017, State of Health in the EU, OECD Publishing, Paris/European Observatory on Health Systems and Policies, Brussels. http://dx.doi.org/10.1787/9789264285 200-de)

  1. Welche Anzahl an Personen lebt nach Kenntnis der Bundesregierung aktuell mehr als 20 km von einem Krankenhaus entfernt, und welche Gebiete sind hier betroffen?

Entsprechend der durch den GKV-Spitzenverband zur Verfügung gestellten Berechnungen leben aktuell rund 2,95 Mio. Personen in Deutschland mehr als 20 km von einem somatischen Krankenhaus entfernt. Dies sind etwa 3,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Eine detaillierte Darstellung der jeweiligen Betroffenheit in den einzelnen Kreisen ist als Anlage beigefügt.

10.
Welche Anzahl an Landarztpraxen gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung insgesamt, und wie hat sich die Anzahl seit 2012 in den Bundesländern entwickelt?

Zur Beantwortung dieser Frage wird der seitens der Fragesteller verwendete Begriff „Praxen“ hier als Vertragsarztsitze interpretiert, nicht als Abrechnungseinheiten, wie sie etwa in der Praxenstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung unter http://gesundheitsdaten.kbv.de/cms/html/17020.php ausgewiesen werden. Die Zahl der Praxen als Abrechnungseinheit ist vom allgemeinen Strukturwandel in der vertragsärztlichen Versorgung betroffen. Die klassische Einzelpraxis wird zunehmend durch kooperative Strukturen wie Berufsausübungsgemeinschaften (örtlich und überörtlich) und medizinische Versorgungszentren ersetzt. Die Zahl der Praxen im Sinne einer Wirtschaftseinheit hat daher in den letzten 8 Jahren (2009 bis 2016) um ca. 1 Prozent abgenommen, während die Zahl der an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten im gleichen Zeitraum auch unter Berücksichtigung des Teilnahmeumfangs um ca. 3 Prozent gestiegen ist.

Im Sinne der zur Verfügung stehenden ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum lässt sich die gestellte Frage daher besser mit der Zahl der in den entsprechenden Regionen besetzten Arztsitze beantworten. Im Bundesarztregister sind alle an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten mit ihren Hauptleistungsorten verzeichnet und können geographisch verortet werden.

Für die Definition des ländlichen Raums können – wie bereits in der Antwort zu Frage 1 ausgeführt – unterschiedliche Ansätze verwendet werden. Für die Analyse zur Beantwortung der gestellten Frage wurde die Abgrenzung des städtischen und ländlichen Raums des Bundesinstituts für Bau, Stadt- und Raumforschung (BBSR) verwendet.

Karte 2: Städtischer und ländlicher Raum

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung unter Verweis auf Städtischer und ländlicher Raum; Laufende Raumbeobachtung des BBSR: www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Raumbeobachtung/Raum abgrenzungen/Kreistypen2/kreistypen_node.html

Unter Anwendung dieser Gebietseinteilung ergibt sich nach Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in der Auswertung des Bundesarztregisters folgendes Ergebnis für den Bestand und die Entwicklung der Arztsitze im ländlichen Raum: Zum 31. Dezember 2016 waren einschließlich der Psychotherapeuten 38 272 Arztsitze im ländlichen Raum besetzt. Diese Zahl lag um etwa 1 500 höher als der entsprechende Wert im Jahr 2012. Dieser Zuwachs ist vor allem auf die gestiegene Zahl der Psychotherapeuten zurückzuführen. Für die Psychotherapeuten wurden im Rahmen der Bedarfsplanungsreform 2013 insbesondere im ländlichen Bereich zusätzliche Niederlassungsmöglichkeiten geschaffen. Die Zahl der Fachärzte ist im gleichen Zeitraum leicht gestiegen, die Zahl der Hausärzte leicht gesunken. Diese Entwicklungen sind nicht in allen Bundesländern vorhanden oder gleichstark ausgeprägt.

Diagramm 1: Vertragsarztsitze im ländlichen Raum im Zeitverlauf 2012 – 2016

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung unter Verweis auf Bundesarztregister, jeweils zum 31. Dezember. Psychotherapeuten als Bedarfsplanungsgruppe (einschließlich ärztlicher Psychotherapeuten). Allgemeine Fachärzte sind Arztgruppen der allgemeinen fachärztlichen Versorgung nach Bedarfsplanungsrichtlinie ohne Psychotherapeuten. Hausärzte als Bedarfsplanungsgruppe (ohne Kinderärzte).

Tabelle 1: Erhöhungen, bzw. Verringerungen in der Zahl der besetzten Arztsitze im ländlichen Raum nach Bundesländern 2012 – 2016

Bundesland

Anzahl Ärzte nach Bedarfsplanungsgewicht (Arztsitze)

Alle Ärzte und PT

Hausärzte

Allg. Fachärzte

Psychotherapeuten

Baden-Württemberg

3,77 %

-4,42 %

6,20 %

50,03 %

Bayern

3,29 %

-1,26 %

1,77 %

31,52 %

Brandenburg

8,22 %

3,81 %

2,13 %

46,58 %

Hessen

-1,04 %

-2,60 %

-1,45 %

4,18 %

Mecklenburg-Vorpommern

7,17 %

0,57 %

1,40 %

86,10 %

Niedersachsen

5,07 %

0,86 %

4,56 %

20,92 %

Nordrhein-Westfalen

5,09 %

-2,58 %

0,49 %

76,92 %

Rheinland-Pfalz

2,13 %

-0,85 %

1,24 %

37,55 %

Sachsen

1,35 %

-2,93 %

-0,76 %

32,42 %

Sachsen-Anhalt

5,57 %

-0,54 %

0,48 %

77,02 %

Schleswig-Holstein

5,64 %

3,59 %

6,81 %

17,95 %

Thüringen

2,45 %

-1,77 %

0,03 %

54,75 %

Gesamtes Bundesgebiet

4,09 %

-0,42 %

2,14 %

33,86 %

Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung unter Verweis auf Bundesarztregister; Stichtag 31. Dezember 2012/2016. In den Stadtstaaten und dem Saarland sind nach der angewandten Raumgliederung des BBSR keine ländlichen Kreise vorhanden. Psychotherapeuten als Bedarfsplanungsgruppe (einschließlich ärztlicher Psychotherapeuten). Allgemeine Fachärzte sind Arztgruppen der allgemeinen fachärztlichen

Versorgung nach Bedarfsplanungsrichtlinie ohne Psychotherapeuten. Hausärzte als Bedarfsplanungsgruppe (ohne Kinderärzte)

  1. Welche Landarztpraxen mussten nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2012 aufgegeben werden, welche Anzahl fand einen Nachfolger, und welche Anzahl wurde neu gegründet?

Diese Frage lässt sich nach Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung aus den dort zur Verfügung stehenden Datenquellen nicht valide beantworten. Im Bundesarztregister wird nur die aktuelle Zulassung eines Arztes hinterlegt. Ob diese Zulassung eine Nachbesetzung einer bestehenden Praxis darstellt oder eine Neugründung, wird auf der Bundesebene nicht erfasst und kann aus den bestehenden Angaben auch nicht ermittelt werden. Umgekehrt wird bei der Beendigung einer Zulassung auch keine Zuordnung zu einem eventuellen Nachfolger erfasst.

  1. Welche Anzahl von Landärzten wird bis zum Jahr 2030 aus Sicht der Bundesregierung benötigt, und worauf basiert diese Prognose?

Eine entsprechende Prognose kann seitens der Bundesregierung nicht abgegeben werden.

Auf die Antwort zu Frage 9 wird verwiesen.

Aktuell hat der G-BA den Auftrag, die oben genannte Bedarfsplanung weiterzuentwickeln und die erforderlichen Anpassungen zu treffen (u. a. Überprüfung der Verhältniszahlen, Berücksichtigung einer kleinräumigeren Planung). Bei der Überprüfung der Verhältniszahlen sind insbesondere die demografische Entwicklung sowie die Sozial- und Morbiditätsstruktur zu berücksichtigen. Der G-BA hat für die Umsetzung des Überprüfungsauftrags ein umfassendes Gutachten zur Weiterentwicklung der Bedarfsplanung in Auftrag gegeben, um die Bedarfsplanung insgesamt auf eine belastbare Grundlage zu stellen und den gesetzlichen Auftrag so – wissenschaftlich fundiert – umsetzen zu können.

  1. Welche Anzahl von mobilen Praxen gibt es nach Kenntnis der Bundesregierung in den Bundesländern, und wie werden diese angenommen?
  2. Sind nach Kenntnis der Bundesregierung weitere mobile Praxen geplant, wenn ja, wo, und in welchem Umfang?

Die Fragen 13 und 14 werden aus Gründen des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.

Der Bundesregierung liegen keine systematischen Daten zur Anzahl von mobilen Praxen vor. Der Presseberichterstattung sind Projekte aus Schleswig-Holstein, Sachsen, Niedersachsen und Hessen über „rollende“ bzw. mobile Arztpraxen zu entnehmen. Der Bundesregierung liegen keine systematischen Angaben vor, ob sich derzeit weitere mobile Praxen in der Planung befinden.

  1. Welche Anzahl an medizinischen Versorgungszentren wurde nach Kenntnis der Bundesregierung seit 2012 im ländlichen Raum gegründet? Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sind seit 2004 zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung berechtigt. Im Jahr 2016 waren 2 490 MVZ zugelassen. Die zeitliche Entwicklung ergibt sich aus dem folgenden Diagramm (Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung, Stand 2016). Die Bundesregierung verfügt nicht über Daten, die zwischen ländlichen und städtischen Räumen differenzieren.

Diagramm 2:

  1. Existieren Planungen oder Projekte seitens der Bundesregierung oder hat diese Kenntnis von Planungen Dritter, um eine computergestützte ärztliche Versorgung (eHealth) etwa via Webcam und Chat zu erproben, wie etwa der „GP at Hand“ des Nationalen Gesundheitsdienstes (www.gpathand.nhs.uk/), wenn ja, wo, und in welchem Umfang?

Mit dem Ende 2015 in Kraft getretenen Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz) wurden Vorgaben zur Aufnahme der Online-Videosprechstunde und der telekonsiliarischen Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen in die Regelversorgung von gesetzlich Krankenversicherten getroffen. Beide telemedizinischen Leistungen wurden zum 1. April 2017 in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab aufgenommen und können damit für gesetzlich Versicherte erbracht werden und ihren jeweiligen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung, insbesondere auch im ländlichen Raum, leisten.

Die mit dem E-Health-Gesetz geschaffenen Grundlagen für die Videosprechstunde basieren auf der für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte geltenden (Muster-)Berufsordnung (MBO), die in den jeweiligen Berufsordnungen der Länder entsprechend umgesetzt ist und für Deutschland eine ausschließliche Fernbehandlung nicht erlaubt. Einige Landesärztekammern, denen die Änderung der Berufsordnung obliegt, die durch das jeweils zuständige Landesministerium für Gesundheit genehmigt werden muss, haben sich den sich ändernden Rahmenbedingungen und Technologien geöffnet und arbeiten an Weiterentwicklungen der entsprechenden Berufsordnungen.

So hat die Ärztekammer Baden-Württemberg im Jahr 2016 ihre Berufsordnung angepasst, nach der die ausschließliche Fernbehandlung von Patientinnen und Patienten im Rahmen von Modellversuchen zulässig ist und erprobt werden soll. Die Erprobungsprojekte müssen von der Ärztekammer Baden-Württemberg genehmigt werden. Die Bewerbungsphase für Modellprojekte hat am 1. April 2017 begonnen. Erste Projektgenehmigungen sind im Oktober und Dezember 2017 erteilt worden.

Weitere Projekte, die die Nutzung von Technologien für die Versorgung zum Gegenstand haben, werden – neben einzelnen Selektivverträgen – seit 2016 im Rahmen des Innovationsfonds gemäß § 92a und § 92b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) gefördert. In der ersten Förderwelle des Jahres 2016 bildeten Versorgungsmodelle mit Anwendung von E-Health und Telemedizin einen thematischen Schwerpunkt.

Unabhängig von einer thematischen Schwerpunktsetzung spielt der Einsatz von E-Health-Elementen bei den bisher geförderten Projekten eine wesentliche Rolle, insbesondere mit dem Ziel, die am Behandlungsprozess Beteiligten zu vernetzen.

Weitere Informationen zu den geförderten Projekten sind auf der Homepage des Innovationsausschusses beim G-BA frei zugänglich.

  1. Welche Bundesländer haben nach Kenntnis der Bundesregierung bislang Landarztquoten bei der Zulassung beim Medizinstudium eingeführt, und welche planen dies?

Nach Kenntnis der Bundesregierung planen die Länder Bayern und NordrheinWestfalen die Einführung einer Landarztquote. Weitere Länder prüfen die Möglichkeiten hierzu. Die Amtschefinnen und Amtschefs der Gesundheitsressorts der Länder haben eine länderoffene Arbeitsgruppe auf Fachebene eingerichtet, die sich mit der Umsetzung der Landarztquote beschäftigt.

  1. Mit welcher Anzahl an Absolventen des Medizinstudiums rechnet die Bundesregierung bis 2030, die sich durch die Landarztquote für eine Tätigkeit als Landarzt entscheiden?

Eine Einschätzung hierzu ist noch nicht möglich. Auf die Antwort zu Frage 17 wird verwiesen.

  1. Welche weiteren Maßnahmen plant die Bundesregierung, um die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum weiter auf hohem Qualitätsniveau zu gewährleisten?

Der Sicherstellungsauftrag für die vertragsärztliche Versorgung obliegt insgesamt – sowohl für städtische als auch für ländliche Regionen – den Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Aufbauend auf den in den beiden vergangenen Legislaturperioden getroffenen Maßnahmen wird die zukünftige Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum auch in dieser Legislaturperiode ein Schwerpunkt sein. In diesem Rahmen werden entsprechende Maßnahmen zu prüfen und zu entwickeln sein. Hohes Potential für den ländlichen Raum dürften neben mobilen Konzepten insbesondere auch sektorenübergreifende Versorgungsmodelle wie Lokale Gesundheitszentren haben. Insgesamt gilt es, die Vernetzung und Kooperation weiter zu stärken und das Potential der Telematik und der Digitalisierung insgesamt in die Überlegungen möglicher Maßnahmen einzubeziehen. Für den Bereich der ärztlichen Ausbildung leistet die Umsetzung der Maßnahmen aus dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ einen zusätzlichen Beitrag zur Sicherstellung einer flächendeckenden ärztlichen Versorgung. Des Weiteren wird auf die Vorbemerkung der Bundesregierung verwiesen.

  1. Sieht die Bundesregierung die Zuwanderung von Ärzten als Möglichkeit, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern, und wenn ja, welche Maßnahmen hat sie hier bislang ergriffen, und welche Anzahl an Ärzten aus dem Ausland praktizieren aktuell als Landarzt?

Nach Auffassung der Bundesregierung ist die gelingende Arbeitsmarktintegration zugewanderter Ärztinnen und Ärzte eine Maßnahme, um die ärztliche Versorgung insgesamt zu verbessern. Sie wird auch dem Bedarf an Ärztinnen und Ärzten im ländlichen Raum zugutekommen. Während die Anerkennung ärztlicher Berufsqualifikationen aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums durch europäisches Recht vereinfacht ist, wurde 2012 durch das Gesetz zur Verbesserung der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen die Anerkennung ärztlicher Berufsqualifikationen aus so genannten Drittstaaten erleichtert. Zur Vorbereitung auf Kenntnis- und Fachsprachprüfungen, die ggf. im Rahmen des Anerkennungsverfahrens abgelegt werden müssen, fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen des Förderprogramms „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ den Aufbau eines breiten, kostenfreien Qualifizierungsangebots für Anerkennungssuchende. Die Maßnahmen ergänzen und erweitern die bereits vorhandenen zertifizierten Qualifizierungsangebote für Ärztinnen und Ärzte, bei denen die Teilnahme nach den gegebenen Voraussetzungen durch die Arbeitsagenturen bzw. Jobcenter über einen Bildungsgutschein gefördert werden kann. Unter der Maßgabe, dass die Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, ist geplant, das Beratungs- und Qualifizierungsangebot des Förderprogramms IQ auch in der nächsten Förderphase von 2019 bis 2022 entsprechend den Erfordernissen weiter auszubauen.

Darüber hinaus besteht mit den Berufssprachkursen nach der am 1. Juli 2016 in Kraft getretenen Deutschsprachförderverordnung ein passgenaues berufsbezogenes Sprachkursangebot. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge bietet für ausländische Ärztinnen und Ärzte Berufssprachkurse zur Vorbereitung auf die erforderliche Fachsprachenprüfung an. Die Teilnahme an den Maßnahmen wird in breitem Umfang staatlich unterstützt. Die Kosten für die Fachsprachenprüfung werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge übernommen.

Der Bundesregierung liegen keine Informationen über die Anzahl an Ärzten aus dem Ausland, die als Landarzt praktizieren, vor.

  1. Wie und in welchen Zeiträumen evaluiert die Bundesregierung die Situation der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum?

Die Wirkung der in den vergangenen beiden Legislaturperioden ergriffenen gesetzgeberischen Maßnahmen wird laufend beobachtet. Auch die Ressortforschung befasst sich mit der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen, wie etwa die Studie „Regionale Erreichbarkeit von Fachärzten, Apotheken, ambulanten Pflegediensten und weiteren ausgewählten Medizindienstleistungen in Deutschland“ des Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (Thünen Working Paper 77 vom September 2017).

Anlage

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

01001

Flensburg, Stadt

0

85.942

01002

Kiel, Landeshauptstadt

2.025

246.306

01003

Lübeck, Hansestadt

0

216.253

01004

Neumünster, Stadt

0

79.197

01051

Dithmarschen

29.144

132.917

01053

Herzogtum Lauenburg

29.071

192.999

01054

Nordfriesland

28.447

163.960

01055

Ostholstein

3.722

199.574

01056

Pinneberg

3.214

307.471

01057

Plön

21.306

128.304

01058

Rendsburg-Eckernförde

40.333

270.378

01059

Schleswig-Flensburg

33.964

196.839

01060

Segeberg

5.715

267.503

01061

Steinburg

23.010

131.457

01062

Stormarn

13.403

239.614

02000

Hamburg, Freie und Hansestadt

83

1.787.408

03101

Braunschweig, Stadt

0

251.364

03102

Salzgitter, Stadt

0

101.079

03103

Wolfsburg, Stadt

2.189

124.045

03151

Gifhorn

17.188

174.205

03153

Goslar

867

138.236

03154

Helmstedt

11.271

91.500

03155

Northeim

1.614

134.896

03157

Peine

2.761

132.320

03158

Wolfenbüttel

12.182

120.981

03159

Göttingen

9.026

329.538

03241

Region Hannover

41.250

1.144.481

03251

Diepholz

7.912

213.976

03252

Hameln-Pyrmont

0

148.281

03254

Hildesheim

15.765

277.055

03255

Holzminden

10.352

71.659

03256

Nienburg (Weser)

9.802

120.632

03257

Schaumburg

6.585

156.206

03351

Celle

40.445

177.971

03352

Cuxhaven

43.770

198.103

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

03353

Harburg

24.093

248.122

03354

Lüchow-Dannenberg

10.361

50.128

03355

Lüneburg

17.944

180.719

03356

Osterholz

880

113.579

03357

Rotenburg (Wümme)

25.870

163.253

03358

Heidekreis

38.935

140.264

03359

Stade

12.499

200.054

03360

Uelzen

3.919

93.131

03361

Verden

9.823

134.645

03401

Delmenhorst, Stadt

0

76.323

03402

Emden, Stadt

0

50.694

03403

Oldenburg, Stadt

0

163.830

03404

Osnabrück, Stadt

0

162.403

03405

Wilhelmshaven, Stadt

0

75.995

03451

Ammerland

2.859

121.435

03452

Aurich

15.502

189.199

03453

Cloppenburg

5.171

164.734

03454

Emsland

23.192

319.488

03455

Friesland

931

97.900

03456

Grafschaft Bentheim

17.964

135.662

03457

Leer

16.802

167.548

03458

Oldenburg

9.230

128.608

03459

Osnabrück

0

358.079

03460

Vechta

0

137.866

03461

Wesermarsch

2.139

89.239

03462

Wittmund

3.261

57.173

04011

Bremen, Stadt

0

557.464

04012

Bremerhaven, Stadt

0

114.025

05111

Düsseldorf, Stadt

0

612.178

05112

Duisburg, Stadt

0

491.231

05113

Essen, Stadt

0

582.624

05114

Krefeld, Stadt

0

225.144

05116

Mönchengladbach, Stadt

0

259.996

05117

Mülheim an der Ruhr, Stadt

0

169.278

05119

Oberhausen, Stadt

0

210.934

05120

Remscheid, Stadt

0

109.499

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

05122

Solingen, Stadt

0

158.726

05124

Wuppertal, Stadt

0

350.046

05154

Kleve

656

310.337

05158

Mettmann

0

483.279

05162

Rhein-Kreis Neuss

0

450.026

05166

Viersen

10.158

297.661

05170

Wesel

3.220

462.664

05314

Bonn, Stadt

0

318.809

05315

Köln, Stadt

0

1.060.582

05316

Leverkusen, Stadt

0

163.487

05334

Städteregion Aachen

0

553.922

05358

Düren

0

262.828

05362

Rhein-Erft-Kreis

0

466.657

05366

Euskirchen

11.772

191.165

05370

Heinsberg

334

252.527

05374

Oberbergischer Kreis

0

273.452

05378

Rheinisch-Bergischer Kreis

0

282.729

05382

Rhein-Sieg-Kreis

13.475

596.213

05512

Bottrop, Stadt

0

117.143

05513

Gelsenkirchen, Stadt

0

260.368

05515

Münster, Stadt

0

310.039

05554

Borken

0

369.666

05558

Coesfeld

0

218.401

05562

Recklinghausen

0

617.807

05566

Steinfurt

311

443.374

05570

Warendorf

2.260

277.431

05711

Bielefeld, Stadt

0

333.090

05754

Gütersloh

6.161

360.642

05758

Herford

0

252.122

05762

Höxter

1.529

144.010

05766

Lippe

8.922

350.750

05770

Minden-Lübbecke

0

313.050

05774

Paderborn

23.062

304.332

05911

Bochum, Stadt

0

364.742

05913

Dortmund, Stadt

0

586.181

05914

Hagen, Stadt

0

189.044

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

05915

Hamm, Stadt

0

179.397

05916

Herne, Stadt

0

155.851

05954

Ennepe-Ruhr-Kreis

0

325.954

05958

Hochsauerlandkreis

5.714

263.762

05962

Märkischer Kreis

6.098

416.171

05966

Olpe

0

136.365

05970

Siegen-Wittgenstein

6.319

280.800

05974

Soest

0

302.995

05978

Unna

0

396.035

06411

Darmstadt, Wissenschaftsstadt

0

155.353

06412

Frankfurt am Main, Stadt

0

732.688

06413

Offenbach am Main, Stadt

0

123.734

06414

Wiesbaden, Landeshauptstadt

1.357

276.218

06431

Bergstraße

11.754

266.928

06432

Darmstadt-Dieburg

0

292.773

06433

Groß-Gerau

4.884

266.042

06434

Hochtaunuskreis

0

233.427

06435

Main-Kinzig-Kreis

21.176

411.956

06436

Main-Taunus-Kreis

1.837

232.848

06437

Odenwaldkreis

5.619

97.000

06438

Offenbach

0

347.357

06439

Rheingau-Taunus-Kreis

1.262

184.114

06440

Wetteraukreis

4.659

301.931

06531

Gießen

18.451

262.505

06532

Lahn-Dill-Kreis

3.132

253.167

06533

Limburg-Weilburg

5.216

171.922

06534

Marburg-Biedenkopf

20.172

245.241

06535

Vogelsbergkreis

17.435

107.256

06611

Kassel, documenta-Stadt

0

197.984

06631

Fulda

14.478

220.132

06632

Hersfeld-Rotenburg

30.630

121.166

06633

Kassel

0

235.813

06634

Schwalm-Eder-Kreis

8.725

180.310

06635

Waldeck-Frankenberg

2.307

157.592

06636

Werra-Meißner-Kreis

3.834

100.715

07111

Koblenz, kreisfreie Stadt

0

112.586

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

07131

Ahrweiler

8.059

127.770

07132

Altenkirchen (Westerwald)

665

129.171

07133

Bad Kreuznach

7.779

156.821

07134

Birkenfeld

2.421

80.615

07135

Cochem-Zell

6.664

62.391

07137

Mayen-Koblenz

8.966

211.925

07138

Neuwied

0

180.655

07140

Rhein-Hunsrück-Kreis

11.131

102.529

07141

Rhein-Lahn-Kreis

0

123.543

07143

Westerwaldkreis

12.853

200.302

07211

Trier, Stadt

0

114.914

07231

Bernkastel-Wittlich

15.840

111.828

07232

Eifelkreis Bitburg-Prüm

24.071

97.180

07233

Vulkaneifel

4.174

60.794

07235

Trier-Saarburg

5.732

147.999

07311

Frankenthal (Pfalz), kreisfreie Stadt

0

48.363

07312

Kaiserslautern, kreisfreie Stadt

0

98.520

07313

Landau in der Pfalz

0

45.362

07314

Ludwigshafen am Rhein, kreisfreie Stadt

0

164.718

07315

Mainz, kreisfreie Stadt

0

209.779

07316

Neustadt an der Weinstraße, kreisfreie S

0

52.999

07317

Pirmasens, kreisfreie Stadt

0

40.125

07318

Speyer, kreisfreie Stadt

0

50.284

07319

Worms, kreisfreie Stadt

0

82.102

07320

Zweibrücken, kreisfreie Stadt

0

34.260

07331

Alzey-Worms

6.442

127.274

07332

Bad Dürkheim

2.433

132.203

07333

Donnersbergkreis

2.364

75.230

07334

Germersheim

0

127.303

07335

Kaiserslautern

243

104.966

07336

Kusel

9.835

70.997

07337

Südliche Weinstraße

40

110.526

07338

Rhein-Pfalz-Kreis

5.210

151.546

07339

Mainz-Bingen

21.637

208.749

07340

Südwestpfalz

10.342

96.474

08111

Stuttgart

0

623.738

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

08115

Böblingen

0

381.281

08116

Esslingen

802

524.127

08117

Göppingen

11.005

252.749

08118

Ludwigsburg

0

534.074

08119

Rems-Murr-Kreis

18.907

419.456

08121

Heilbronn, Stadt

0

122.567

08125

Heilbronn

3.024

334.388

08126

Hohenlohekreis

431

110.181

08127

Schwäbisch Hall

25.117

191.614

08128

Main-Tauber-Kreis

12.510

132.181

08135

Heidenheim

15.448

130.527

08136

Ostalbkreis

11.167

312.650

08211

Baden-Baden

0

54.160

08212

Karlsruhe, Stadt

0

307.755

08215

Karlsruhe

4.771

435.841

08216

Rastatt

0

227.474

08221

Heidelberg

968

156.267

08222

Mannheim

0

305.780

08225

Neckar-Odenwald-Kreis

6.778

142.936

08226

Rhein-Neckar-Kreis

20.172

541.859

08231

Pforzheim

0

122.247

08235

Calw

2.117

155.359

08236

Enzkreis

1.508

196.066

08237

Freudenstadt

21.623

116.233

08311

Freiburg im Breisgau

0

226.393

08315

Breisgau-Hochschwarzwald

4.104

257.343

08316

Emmendingen

109

162.082

08317

Ortenaukreis

9.379

420.106

08325

Rottweil

16.292

137.500

08326

Schwarzwald-Baar-Kreis

22.921

209.648

08327

Tuttlingen

12.655

136.606

08335

Konstanz

1.799

280.288

08336

Lörrach

10.126

226.708

08337

Waldshut

13.786

167.861

08415

Reutlingen

9.110

282.113

08416

Tübingen

2.707

221.837

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

08417

Zollernalbkreis

4.231

188.595

08421

Ulm

0

122.636

08425

Alb-Donau-Kreis

6.775

192.104

08426

Biberach

6.590

194.019

08435

Bodenseekreis

619

212.201

08436

Ravensburg

25.998

279.296

08437

Sigmaringen

5.897

130.772

09161

Ingolstadt, Stadt

0

132.438

09162

München, Landeshauptstadt

0

1.450.381

09163

Rosenheim, Stadt

0

61.844

09171

Altötting

0

108.485

09172

Berchtesgadener Land

0

103.907

09173

Bad Tölz-Wolfratshausen

3.058

124.930

09174

Dachau

14.142

149.370

09175

Ebersberg

4.091

137.421

09176

Eichstätt

4.997

128.805

09177

Erding

0

133.747

09178

Freising

8.964

173.225

09179

Fürstenfeldbruck

4.857

213.481

09180

Garmisch-Partenkirchen

2.114

87.385

09181

Landsberg am Lech

31.166

117.657

09182

Miesbach

28.864

98.286

09183

Mühldorf a.Inn

1.349

112.034

09184

München

14.629

340.003

09185

Neuburg-Schrobenhausen

1.829

94.654

09186

Pfaffenhofen a.d.Ilm

19.532

124.128

09187

Rosenheim

414

256.074

09188

Starnberg

1.161

133.621

09189

Traunstein

11.669

174.162

09190

Weilheim-Schongau

2.656

132.906

09261

Landshut, Stadt

0

69.211

09262

Passau, Stadt

0

50.566

09263

Straubing, Stadt

0

46.806

09271

Deggendorf

12.299

116.596

09272

Freyung-Grafenau

1.909

78.122

09273

Kelheim

22.689

118.965

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

09274

Landshut

6.492

154.577

09275

Passau

6.239

188.336

09276

Regen

8.659

76.812

09277

Rottal-Inn

18.699

119.218

09278

Straubing-Bogen

9.528

98.806

09279

Dingolfing-Landau

4.993

94.104

09361

Amberg, Stadt

0

41.861

09362

Regensburg, Stadt

0

145.465

09363

Weiden i.d.OPf., Stadt

0

42.055

09371

Amberg-Sulzbach

7.917

103.568

09372

Cham

6.921

126.359

09373

Neumarkt i.d.OPf.

15.706

130.385

09374

Neustadt a.d.Waldnaab

10.149

95.078

09375

Regensburg

22.931

189.390

09376

Schwandorf

11.730

144.864

09377

Tirschenreuth

1.610

73.314

09461

Bamberg, Stadt

0

73.331

09462

Bayreuth, Stadt

0

72.148

09463

Coburg, Stadt

0

41.257

09464

Hof, Stadt

0

44.660

09471

Bamberg

5.163

145.570

09472

Bayreuth

20.975

104.306

09473

Coburg

622

86.599

09474

Forchheim

11.120

114.834

09475

Hof

1.380

96.429

09476

Kronach

12.947

67.916

09477

Kulmbach

6.546

72.468

09478

Lichtenfels

3.213

66.655

09479

Wunsiedel i.Fichtelgebirge

2.831

73.185

09561

Ansbach, Stadt

1.158

41.159

09562

Erlangen, Stadt

0

108.336

09563

Fürth, Stadt

0

124.171

09564

Nürnberg, Stadt

0

509.975

09565

Schwabach, Stadt

0

40.428

09571

Ansbach

34.468

181.314

09572

Erlangen-Höchstadt

703

134.136

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

09573

Fürth

5.437

114.291

09574

Nürnberger Land

2.552

167.643

09575

Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim

17.977

98.751

09576

Roth

14.139

125.140

09577

Weißenburg-Gunzenhausen

0

93.342

09661

Aschaffenburg, Stadt

0

68.986

09662

Schweinfurt, Stadt

0

51.969

09663

Würzburg, Stadt

0

124.873

09671

Aschaffenburg

9.618

173.695

09672

Bad Kissingen

1.996

103.106

09673

Rhön-Grabfeld

18.083

79.723

09674

Haßberge

9.331

84.581

09675

Kitzingen

2.412

89.306

09676

Miltenberg

1.267

128.446

09677

Main-Spessart

6.933

126.123

09678

Schweinfurt

0

114.813

09679

Würzburg

11.710

160.427

09761

Augsburg, Stadt

0

286.374

09762

Kaufbeuren, Stadt

0

42.731

09763

Kempten (Allgäu), Stadt

0

66.947

09764

Memmingen, Stadt

0

42.841

09771

Aichach-Friedberg

8.511

130.916

09772

Augsburg

28.647

245.600

09773

Dillingen a.d.Donau

321

94.575

09774

Günzburg

0

123.153

09775

Neu-Ulm

0

170.309

09776

Lindau (Bodensee)

0

80.429

09777

Ostallgäu

6.858

137.709

09778

Unterallgäu

9.092

140.419

09779

Donau-Ries

8.137

131.345

09780

Oberallgäu

10.478

152.672

10041

Regionalverband Saarbrücken

3.726

327.380

10042

Merzig-Wadern

4.194

103.997

10043

Neunkirchen

3.704

133.735

10044

Saarlouis

0

197.009

10045

Saarpfalz-Kreis

5.412

144.584

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

10046

St. Wendel

10.093

88.892

11001

Berlin-Mitte

0

363.236

11002

Berlin-Friedrichshain

0

278.393

11003

Berlin-Pankow

0

389.976

11004

Berlin-Charlottenburg

0

330.468

11005

Berlin-Spandau

0

234.630

11006

Berlin-Steglitz

0

299.765

11007

Berlin-Tempelhof

0

341.161

11008

Berlin-Neukölln

0

328.062

11009

Berlin-Treptow

0

253.333

11010

Berlin-Marzahn

0

259.373

11011

Berlin-Lichtenberg

0

275.142

11012

Berlin-Reinickendorf

0

256.617

12051

Brandenburg an der Havel, Stadt

0

71.574

12052

Cottbus, Stadt

0

99.687

12053

Frankfurt (Oder), Stadt

0

58.092

12054

Potsdam, Stadt

1.999

167.745

12060

Barnim

9.995

177.411

12061

Dahme-Spreewald

18.838

164.528

12062

Elbe-Elster

13.004

104.673

12063

Havelland

15.470

158.236

12064

Märkisch-Oderland

8.340

190.714

12065

Oberhavel

15.097

207.524

12066

Oberspreewald-Lausitz

27.962

112.450

12067

Oder-Spree

8.084

182.397

12068

Ostprignitz-Ruppin

12.386

99.110

12069

Potsdam-Mittelmark

18.070

210.910

12070

Prignitz

10.069

77.573

12071

Spree-Neiße

12.082

117.635

12072

Teltow-Fläming

52.410

163.553

12073

Uckermark

21.237

121.014

13003

Rostock

94

206.011

13004

Schwerin

0

96.800

13071

Mecklenburgische Seenplatte

52.070

262.517

13072

Landkreis Rostock

37.163

213.473

13073

Vorpommern-Rügen

58.739

224.820

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

13074

Nordwestmecklenburg

32.354

156.270

13075

Vorpommern-Greifswald

41.907

238.358

13076

Ludwigslust-Parchim

45.778

214.113

14511

Chemnitz, Stadt

0

248.645

14521

Erzgebirgskreis

3.608

347.665

14522

Mittelsachsen

9.326

312.450

14523

Vogtlandkreis

677

232.318

14524

Zwickau

111

324.534

14612

Dresden, Stadt

0

543.825

14625

Bautzen

2.395

306.273

14626

Görlitz

4.988

260.000

14627

Meißen

7.357

245.244

14628

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

11.619

247.412

14713

Leipzig, Stadt

0

560.472

14729

Leipzig

8.913

258.408

14730

Nordsachsen

1.021

197.605

15001

Dessau-Roßlau, Stadt

0

82.919

15002

Halle (Saale), Stadt

0

236.991

15003

Magdeburg, Landeshauptstadt

0

235.723

15081

Altmarkkreis Salzwedel

25.998

86.164

15082

Anhalt-Bitterfeld

4.724

164.817

15083

Börde

29.244

173.473

15084

Burgenlandkreis

12.852

184.081

15085

Harz

16.772

221.366

15086

Jerichower Land

11.978

91.693

15087

Mansfeld-Südharz

9.049

141.408

15088

Saalekreis

15.948

186.431

15089

Salzlandkreis

11.691

196.695

15090

Stendal

17.828

115.262

15091

Wittenberg

33.250

128.447

16051

Erfurt, Stadt

1.355

210.118

16052

Gera, Stadt

0

96.011

16053

Jena, Stadt

0

109.527

16054

Suhl, Stadt

0

36.778

16055

Weimar, Stadt

0

64.131

16056

Eisenach, Stadt

0

42.417

Anzahl der Einwohner nach Kreis, die mehr als 20 km Fahrweg zum nächsten somatischen Krankenhaus haben

Kreis

Bezeichnung Kreis

Betroffene Einwohner

Einwohner

16061

Eichsfeld

1.344

101.325

16062

Nordhausen

369

85.355

16063

Wartburgkreis

25.558

125.655

16064

Unstrut-Hainich-Kreis

727

105.273

16065

Kyffhäuserkreis

11.906

77.110

16066

Schmalkalden-Meiningen

6.837

124.623

16067

Gotha

6.482

136.831

16068

Sömmerda

9.102

70.600

16069

Hildburghausen

7.580

64.524

16070

Ilm-Kreis

2.456

109.620

16071

Weimarer Land

1.992

82.127

16072

Sonneberg

511

56.818

16073

Saalfeld-Rudolstadt

2.254

109.278

16074

Saale-Holzland-Kreis

1.168

86.184

16075

Saale-Orla-Kreis

21.651

82.951

16076

Greiz

3.850

101.114

16077

Altenburger Land

2.007

92.344


 

 

 

 

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ISSN 0722-8333