Mängel am Südausgang des U-Bahnhofs Klosterstern

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/5298

21. Wahlperiode     22.07.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 15.07.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     Mängel am Südausgang des U-Bahnhofs Klosterstern

Ein behinderter Mitbürger hatte sich an die Hamburger Hochbahn AG gewandt und mitgeteilt, dass es am Südausgang des U-Bahnhofs Klosterstern an einem Handlauf fehle, sodass er diesen nicht oder nur unter großer Sturzgefahr nutzen könne. Die Hamburger Hochbahn AG wertete diese Gefahr in ihrer Antwort zu einem „Ärgernis“ herab und teilte mit, dass mit einer Verbesserung erst zum Ende des Jahres zu rechnen sei.

Ich frage den Senat:

Die U-Bahn-Haltestelle Klosterstern befindet sich zur Herstellung der Barrierefreiheit und der Überarbeitung der Schalterhallen und Zugänge im laufenden Umbau. Weitgehend abgeschlossen ist eine Grundinstandsetzung des nördlichen Zugangs- und Schalterhallenbereichs. Die Durchführung der Arbeiten zum südlichen Zugang ist für die zweite Jahreshälfte 2016 vorgesehen.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen auf der Grundlage von Auskünften der Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) wie folgt:

  1. Inwieweit stehen an Nord- beziehungsweise Südeingang Handläufe zur Verfügung?

An allen Festtreppen stehen Handläufe zur Verfügung.

  1. Wie viele Treppenstufen müssen jeweils überwunden werden?

Am südlichen Zugang führen vom Bahnsteig zehn Treppenstufen, ein Treppenpodest und weitere elf Stufen bis zur Schalterhalle. Von der Schalterhalle zur Straßenebene verläuft eine Treppe mit 14 Stufen, einem Treppenpodest und weiteren 14 Stufen.

  1. Warum stehen nicht für die gesamte Treppe Handläufe zur Verfügung?
  2. Warum werden die Handläufe nicht schon während der Bauarbeiten verlängert?

Handläufe sind auch am südlichen Zugang über den gesamten Treppenlauf vorhanden, die jedoch nicht über die erste beziehungsweise letzte Treppenstufe hinausgeführt wurden. Es handelt sich um einen langjährigen Bestandszustand an einem denkmalgeschützten Bauwerk, der im Rahmen der Projektmaßnahme angepasst werden soll. Der Zugang ist ein Bestandsbau, der im Rahmen des Projektes noch nicht bearbeitet oder verändert wurde. An diesem denkmalgeschützten Zugang sind in der zweiten Jahreshälfte 2016 eine Überarbeitung der Handläufe und deren Verlängerung vorgesehen. Grundsätzlich verfügen alle Treppen, die nicht durch eine Baumaßnahme gesperrt sind, über einen Handlauf, der genutzt werden kann.

 

    Drucksache 21/5298      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

  1. Welche Kosten verursachen solche Handläufe im konkreten Fall?

Für diesen Fall liegen der HOCHBAHN noch keine Ausschreibungsergebnisse vor.

  1. Wie kommt die HOCHBAHN zu der Aussage, dass ein fehlender Handlauf nur ein „Ärgernis“ sei?

Siehe Antwort zu 3. und 4.

  1. Wie viele Stürze gab es seit Beginn der Bauarbeiten an diesem U-Bahnhof?

Der HOCHBAHN sind keine Stürze seit Beginn der Baumaßnahme an diesem U-Bahnhof bekannt.

 

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