Krankenstand bei der Hamburger Verwaltung

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/5521

21. Wahlperiode     12.08.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 05.08.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     Krankenstand bei der Hamburger Verwaltung

Nach Medienberichten lag der Krankenstand in den westlichen Bundesländern im ersten Halbjahr 2016 bei 4,2 Prozent.

Ich frage den Senat:

  1. Wie hoch war der Krankenstand in der Hamburger Verwaltung im ersten Halbjahr 2015 und im ersten Halbjahr 2016 in Prozent? Bitte für die gesamte Verwaltung angeben sowie nach Fachbehörden und Bezirksämtern aufschlüsseln.

Ausgewertet wurden bezahlte und vollkraftbereinigte Fehlzeiten des statistischen Personalbestands (unbefristet und befristet Beschäftigte).

Fehlzeiten von Lehrkräften an staatlichen Schulen sowie von Hochschullehrkräften und Lehrbeauftragten an Hochschulen wurden nicht berücksichtigt. Siehe dazu im Einzelnen Drs. 21/5141 (Personalbericht 2016).

Hochschulen und Landesbetriebe werden in der nachfolgenden Übersicht separat aufgeführt, wenn ihr Personalbestand im Jahresdurchschnitt mehr als 100 Beschäftigte aufweist. Anderenfalls werden ihre Fehlzeitenquoten unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Einzelpläne

1. Halbjahr 2015

1. Halbjahr 2016

Bürgerschaft, Verfassungsgericht, Rech-

1.0 nungshof

5,7%

6,0%

1.1 Senat und Senatsämter

5,7%

6,0%

1.2 Bezirksamt Hamburg-Mitte

9,3%

9,4%

1.3 Bezirksamt Altona

9,8%

9,2%

1.4 Bezirksamt Eimsbüttel

7,8%

7,9%

1.5 Bezirksamt Hamburg-Nord

8,3%

8,0%

1.6 Bezirksamt Wandsbek

10,5%

9,8%

1.7 Bezirksamt Bergedorf

8,0%

8,7%

1.8 Bezirksamt Harburg

9,2%

9,4%

2.0 Justizbehörde

8,5%

8,2%

3.1 Behörde für Schule und Berufsbildung

7,1%

7,3%

Behörde für Wissenschaft, Forschung und

3.2 Gleichstellung

8,0%

6,6%

3.3 Kulturbehörde

6,2%

5,7%

Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und In-

4.0 tegration

7,1%

8,5%

Behörde für Gesundheit und Verbraucher5.0 schutz

8,7%

7,0%

    Drucksache 21/5521      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Einzelpläne

1. Halbjahr 2015

1. Halbjahr 2016

6.0 Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

4,2%


 

6.1 Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen


 

7,4%

6.2 Behörde für Umwelt und Energie


 

6,3%

Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovati-

7.0 on

7,5%

6,4%

8.1 Behörde für Inneres und Sport

10,0%

9,5%

9.1 Finanzbehörde

8,4%

8,7%

Einzelpläne Gesamt

8,7%

8,6%

 

Hochschulen


 


 

HafenCity Universität Hamburg

4,0%

4,2%

Hochschule für Angewandte Wissenschaften

6,4%

5,9%

Hochschule für bildende Künste

5,8%

4,3%

Hochschule für Musik und Theater

5,7%

4,9%

Technische Universität Hamburg-Harburg

4,2%

4,4%

Universität Hamburg

4,7%

5,0%

Hochschulen Gesamt

4,8%

4,9%

         

Landesbetriebe


 


 

Hamburger Institut für Berufliche Bildung

7,2%

7,2%

Hamburger Volkshochschule

6,6%

5,7%

Institut für Hygiene und Umwelt

7,4%

7,3%

Kasse.Hamburg

8,2%

11,4%

Landesbetrieb Erziehung und Beratung

7,0%

7,8%

Landesbetrieb Gebäudereinigung Hamburg

12,3%

14,2%

Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung

8,0%

7,6%

Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen

8,1%

7,0%

Landesbetrieb Straßen, Brücken u. Gewässer

7,6%

8,2%

Landesbetrieb Verkehr

12,7%

10,2%

Landesbetrieb ZAF/AMD

6,9%

7,5%

SBH Schulbau Hamburg

6,8%

6,8%

Staats- und Universitätsbibliothek

7,3%

7,7%

Zentrum für Personaldienste

9,1%

9,0%

Sonstige

8,8%

9,3%

Landesbetriebe Gesamt

8,0%

8,2%

  1. Wie erklärt der Senat die Abweichung vom Krankenstand in den westlichen Bundesländern sowie die Unterschiede zwischen den einzelnen Zweigen der Verwaltung?

Der Vergleich der Krankenstände zwischen verschiedenen Ländern und Organisationen ist aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden und -verfahren nur bedingt möglich. Hinzu kommen Faktoren wie Unterschiede in der Altersstruktur, unterschiedliche Anteile kommunaler und ministerieller Aufgaben bei einem Vergleich von Städten, Stadtstaaten und Flächenländern sowie unterschiedliche Anteile gefahrengeneigter und potenziell besonders belastender Berufe.

Auch die Krankenstände der einzelnen Zweige der Verwaltung werden durch Faktoren wie die Alterstruktur und den Umfang der Beschäftigung von Schwerbehinderten beeinflusst. Zudem haben die Art der Tätigkeit und das Arbeitsumfeld der Beschäftigten in der Regel Auswirkungen auf den Krankenstand.

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    Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode     Drucksache 21/5521

  1. Welche Kosten für Lohnfortzahlung im Krankheitsfall entstanden der Freien und Hansestadt Hamburg im Jahre 2015?

Siehe Drs. 21/5141.

  1. Was unternimmt der Senat zur Verringerung des Krankenstandes der Beschäftigten in der Hamburger Verwaltung?

Siehe Drs. 21/1000 (Personalbericht 2015).

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