Hitzeschäden auf Hamburger Straßen

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/5743

21. Wahlperiode     02.09.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 26.08.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     Hitzeschäden auf Hamburger Straßen

Auf der Autobahn 1 kam es in der Nähe von Bad Oldesloe zu einer Sperrung von Fahrspuren, da infolge von Hitze die Fahrbahn beschädigt wurde.

Ich frage den Senat:

  1. Wie erfolgt eine Schädigung der Fahrbahn durch Hitze? Bitte gegebenenfalls nach Belagtypen unterscheiden.

Grundsätzlich können bei Fahrbahnen in Betonbauweise, insbesondere älterer Ausführungsart, Schäden infolge von Hitze auftreten.

Hamburger Straßen werden aber fast ausschließlich in Asphaltbauweisen hergestellt, weshalb das beschriebene Phänomen im Bereich sowohl der Autobahnen als auch der Stadtstraßen in Hamburg nicht relevant ist. Durch eine geeignete Wahl der Asphaltbestandteile (Bindemittel, Bitumen und Gesteine) können Asphaltdecken Oberflächentemperaturen von über 50 Grad schadlos überstehen. Steigen die Temperaturen im Asphalt im Sommer jedoch deutlich darüber hinaus, können bleibende Verformungen (Spurrinnenbildung) durch hohe Verkehrsbelastungen (Lkw, Schwerverkehr) entstehen.

  1. Ab welcher Temperatur beziehungsweise welchen sonstigen klimatischen Bedingungen ist mit Schäden an Straßen zu rechnen?

Seit Sommer 2014 lässt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das Entstehen von Hitzeschäden an Fahrbahndecken aus Beton auf Bundesfernstraßen wissenschaftlich untersuchen und begleiten. Ihr Auftreten wird zentral bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) erfasst und ausgewertet. Erkenntnisse, ob ab einer bestimmten Temperatur beziehungsweise sonstigen klimatischen Bedingungen mit Schäden an Betonfahrbahnen zu rechnen ist, liegen der zuständigen Behörde derzeit nicht vor. Im Übrigen siehe Antwort zu 1.

  1. An welchen Straßen im Hamburger Stadtgebiet traten in den Jahren 2011 – 2016 infolge von Hitze Schäden auf? Bitte jeweils das Datum angeben.
  2. In welchem Umfang und wie lange kam es infolge dieser hitzebedingten Straßenschäden zu Sperrungen von Fahrbahnen oder ganzen Straßen? Bitte für jeden Fall getrennt angeben.

In besagtem Zeitraum sind im Hamburger Stadtgebiet Verwerfungen in der Scharbeutzer Straße (Sommer 2013) und im Friedrich-Ebert-Damm (Sommer 2016) aufgetreten. Fahrbahnsperrungen waren zur Behebung nicht erforderlich.

Am 26. August 2016 trat auf der Cuxhavener Straße, Höhe Hausnummer 200, eine Faltung auf. Die betroffene Fahrspur wurde abgesperrt. Die Reparatur der Schadstelle

    Drucksache 21/5743      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

wurde am 30. August 2016 abgeschlossen, sodass die Absperrung aufgehoben und die Fahrspur wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.

  1. Welche Maßnahmen ergreifen die zuständigen Behörden, um Hitzeschäden auf den Straßen zu vermeiden?

Durch die Anwendung der einschlägigen Normen und Vorschriften für Planung und Bau von Fahrbahnen soll das Auftreten von Hitzeschäden an Straßen vermieden werden.

Im Übrigen siehe Antwort zu 1.

 

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