Hamburg Open Online University (2)

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/7494

21. Wahlperiode     17.01.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 10.01.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Hamburg Open Online University (2)

In der Drs. 21/6082 hat der Senat auf das Vorprojekt verwiesen, das von 2015 – 2016 laufen sollte. Anschließend soll es eine zweite „Phase“ von 2017 – 2018 geben, die auf Basis des Vorprojekts aufgebaut werden soll.

Ich frage den Senat:

  1. Ist das Vorprojekt wie angegeben abgeschlossen worden?
    1. Wenn ja, mit welchen Ergebnissen?
    2. Wenn nein, warum nicht und wann ist mit einem Abschluss zu rechnen?

Die Vorprojektphase ist abgeschlossen. Die mit dem Vorprojekt verbundenen Meilensteine und Ziele wurden in den zentralen Handlungsfeldern Qualifizierung, Content, Support und Applikation erreicht. Im Übrigen siehe hierzu Drs. 21/5861.

  1. Welche Ziele und Ergebnisse sind für die zweite Projektphase eingeplant?

Für die Projektphase 2017 – 2018 ist geplant, unter anderem aufbauend auf den

Ergebnissen und Erfahrungen in den zentralen Handlungsfeldern das OER-ContentFörderprogramm fortzuführen und Konzepte zu OER-Qualitätsstandards zu erarbeiten. Des Weiteren sollen die Supportangebote ausgebaut und erweitert werden durch zum Beispiel Peer2Peer-Betreuungskonzepte. Für einen vollständigen produktiven Einsatz der HOOU-Applikation erfolgen ihr sukzessiver Ausbau und ihre Weiterentwicklung (siehe Antwort zu 5.). Neben der Fortführung von Zielstellungen aus der Vorprojektphase werden aber auch Fragestellungen zu einer nachhaltigen Verankerung der HOOU im Wissenschaftssystem Hamburgs zu bearbeiten und zu lösen sein.

  1. Welche Kosten sind für die zweite Projektphase eingeplant und aus welchen Budgets werden diese finanziert?

Die Finanzierung der Projektphase 2017 – 2018 in Höhe von insgesamt 4,43 Millionen Euro p.a. erfolgt durch Mittel aus dem Haushaltsplan 2017/2018, Einzelplan 3.2., in Höhe von 2,43 Millionen Euro aus der Produktgruppe 24602. Hinzu kommen 2 Millionen Euro aus Hochschulpaktmitteln zur Förderung hochwertiger innovativer Lehr- und Lernangebote zur Verbesserung der Studienmöglichkeiten.

  1. Auf welchen bestehenden Softwarelösungen soll die neue Plattform aufgebaut werden und welche Bereiche sollen selbst programmiert werden?

Bei der Entwicklung der HOOU-Applikation handelt es sich um eine Neukonzeption, da bestehende Lösungen wie zum Beispiel klassische Lernmanagementsysteme die spezifischen Anforderungen an die Applikation vor allem in Bezug auf Offenheit, Flexibilität, Individualisierung und didaktischer Vielfalt nicht erfüllen. Das Konzept greift

    Drucksache 21/7494      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

daher nicht auf eine Softwarelösung als Basis zurück, sondern versucht viele bestehende Open-Source-Lösungen zu integrieren, so zum Beispiel im Bereich von Experimentierfeldern mit Git-Lab/-Book und ähnlichen Lösungen. Die Anforderungen, die mit bestehenden Lösungen nicht umgesetzt werden können, werden durch Eigenentwicklungen beziehungsweise Weiterentwicklungen bedient und in die Applikation eingebunden.

  1. Wann ist mit einem testweisen und produktiven Einsatz der Plattform zu rechnen? Gibt es eine konkrete Roadmap, wenn ja, welche Daten sieht sie vor?

Der testweise, HOOU-projektinterne Einsatz ist ab Februar 2017 vorgesehen. Der weitere Einsatz der Plattform erfolgt dann sukzessive im Rahmen der Projektphase und wird fortlaufend mit Funktionen erweitert. Zum Ende der Projektphase ist der vollständig produktive Einsatz der HOOU-Applikation geplant.

  1. Gibt es Kooperationen mit Hochschulen oder anderen Partnern, um die Hamburg Open Online University oder deren Softwarelösungen voranzutreiben?

    Wenn ja, welche?

    Wenn nein, warum nicht?

Die HOOU ist ein gemeinschaftliches Projekt der staatlichen Hamburger Hochschulen und dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit dem Multimedia Kontor Hamburg, was sich auch in der gemeinschaftlichen Entwicklung der HOOUApplikation niederschlägt. Perspektivisch sind auch Kooperationen mit weiteren Hochschulen, auch außerhalb Hamburgs, möglich, die sich neben einer Zusammenarbeit im Bereich Content auch auf eine Weiterentwicklung der HOOU erstrecken können.

2