Einrichtung einer DLRG-Station an der Alster

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/173

21. Wahlperiode     01.04.15

 

Antrag

der Abgeordneten Daniel Oetzel, Katja Suding, Anna-Elisabeth von Treuenfels, Michael Kruse, Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) und Fraktion

    Betr.:     Einrichtung einer DLRG-Station an der Alster

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) trägt mit großem ehrenamtlichem Engagement dazu bei, die Sicherheit auf der Alster zu gewährleisten. Als Teil der AG Wasserrettung (THW, DRK, ASB, DLRG) ist sie ein fester Bestandteil im Sicherheitskonzept der Alster, insbesondere zur Absicherung von Events und Großveranstaltungen auf dem Wasser. Nach Angaben der DLRG wurden so in 2013 etwa 200 Einsätze gefahren. Dabei profitiert die Stadt enorm, da sie durch die ehrenamtlich tätigen Helfer pro Einsatz bis zu 2.000 Euro spart. Aber auch abseits von Großveranstaltungen sind auf der Alster gerade an sonnigen Wochenenden häufig viele Hundert Menschen anzutreffen. Dabei kommt es insbesondere durch die vielen ungeübten Wassersportler zu zahlreichen Situationen, bei denen zwar keine Lebensgefahr besteht, aber Hilfe benötigt wird.

Die derzeitige Anerkennung dieses Engagements durch die Stadt steht in keinem Verhältnis zum Einsatz der freiwilligen Helfer. Die DLRG hat an der Alster keinen festen Platz, um ihre Boote anzulegen, ihre Ausrüstung selbstständig unterzubringen oder auch nur ein Mindestmaß an Vereinsleben zu praktizieren. Durch den Neubau des Bootshause des Hamburger und Germania Ruder Clubs. e.V. fällt künftig auch die Mitnutzung des Anlegestegs für eines der Boote der DLRG weg.

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel hat am 30. Mai 2013 den interfraktionellen Antrag „DLRG-Station gehört an die Alster“ beschlossen (Drs. 1061/XIX). Die Bezirksversammlung Eimsbüttel begrüßt mit dem Antrag die Einrichtung einer DLRG-Station an der Alster und bittet die Bezirksamtsleitung, gemeinsam mit den Bezirksämtern Hamburg-Nord und Hamburg-Mitte sowie der DLRG zu eruieren, „ob und wo das Einrichten einer DLRG-Station an der Alster sinnvoll und möglich ist.“

Der Senat hat in seinen Antworten auf die Schriftlichen Kleinen Anfragen 20/10742 und 20/11624 mitgeteilt, dass eine Prüfung und Gespräche, wie im Antrag aus der BV Eimsbüttel gefordert, nicht geplant sind und die Einrichtung einer DLRG-Station an der Alster für nicht notwendig erachtet wird. Der Antrag 20/8214 zur Prüfung der Einrichtung einer DLRG-Station an der Alster wurde mit den Stimmen der SPD-Fraktion bei Zustimmung der Fraktionen von FDP, GRÜNEN und DIE LINKE bei Enthaltung der Fraktion der CDU abgelehnt.

Die neu zusammengesetzte Bürgerschaft sollte ein klares Bekenntnis zur Würdigung des ehrenamtlichen Engagements in Hamburg setzen und gleichzeitig der Bedeutung der DLRG bei der Sicherung und Lebensrettung auf der Alster Rechnung tragen.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht,

  1. gemeinsam mit Vertretern der AG Wasserrettung ein Konzept zur Errichtung eines dauerhaften DLRG-Standortes an der Alster mit konkreten Bedarfsanaly-

    Drucksache 21/173     Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

sen, Standort- und Gebäudeanforderungen, Maßnahmen-, Zeit- und Kostenplanungen sowie Finanzierungsmöglichkeiten zu erstellen.

  1. im Rahmen der Konzepterstellung zu prüfen, inwieweit eine Kooperation mit ansässigen Vereinen, Verbänden, Unternehmen oder Privatpersonen möglich ist, um so eine kostengünstige Mitnutzung von Gebäuden, Einrichtungen oder Grundstücken zu erreichen.
  2. der Bürgerschaft bis zum 01.09.2015 über den Sach- und Umsetzungsstand zu berichten.

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