CIBO-Ticketsystem im HVV

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/5096

21. Wahlperiode     08.07.16

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 30.06.16

und Antwort des Senats

    Betr.:     CIBO-Ticketsystem im HVV

Presseberichten zufolge plant die S-Bahn, ein CIBO(Check-In/Be-Out)Ticketsystem einzuführen.

Ich frage den Senat:

Die Hamburger Verkehrsverbund GmbH (HVV) prüft derzeit die Einführung eines Check-In/Be-Out-Systems (CIBO). Im Vorwege dessen soll zunächst ein technischer Test durchgeführt werden, der in mehreren HVV-Verkehrsunternehmen stattfinden soll.

Zu diesem Zweck führt die Hamburger Hochbahn AG (HOCHBAHN) stellvertretend für alle HVV-Verkehrsunternehmen eine europaweite Ausschreibung durch. Im Rahmen der Feststellung der Bietereignung haben die Bieter ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachgewiesen. Derzeit erfolgt die Auswertung der technischen Konzepte. Aufgrund dieser Auswertung sollen mehrere Anbieterinnen und Anbieter ausgesucht werden, die pilothaft ihre CIBO-Technologie aufbauen. Nach erfolgreichem Verlauf der Testpiloten, soll ein Anbieter ausgewählt werden, dessen Technologie im gesamten HVV-Gebiet ausgerollt werden soll.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Anfrage auf Grundlage von Auskünften der HOCHBAHN, der Deutschen Bahn AG (DB) und des HVV wie folgt:

  1. Von welchen HVV-Mitgliedsunternehmen soll dieses Ticketsystem unterstützt werden?

Das Ticketsystem soll unter der Voraussetzung einer erfolgten Realisierung von allen HVV-Verkehrsunternehmen unterstützt werden. Zudem haben auch die Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein GmbH (NAH.SH) sowie die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG) Interesse an einer Kooperation geäußert.

  1. Wie genau soll der Check-In-/Be-Out-Vorgang funktionieren?
  2. Auf welcher Technik soll das System kundenseitig beruhen (zum Beispiel NFC et cetera)?

Die genaue technische Funktionalität hängt von den noch auszuwertenden technischen Konzepten der Anbieter ab.

  1. Wurde der Datenschutzbeauftragte in die Planungen eingebunden beziehungsweise wann soll er in welcher Weise eingebunden werden?

Es ist geplant, den Datenschutzbeauftragten einzubinden, sobald im Rahmen des Projektes Klarheit über die Realisierung und deren Inhalte besteht.

 

    Drucksache 21/5096      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

  1. Wird es möglich sein, mit dem neuen System Bewegungsprofile zu erstellen?

Dies wird nur möglich, wenn die betroffenen Fahrgäste ausdrücklich einwilligen.

  1. Welche Art von Daten wird über den Kunden und seine Ein- und Auscheckvorgänge gespeichert und wie sollen diese geschützt werden?

Hierüber ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Im Übrigen siehe Antwort zu 2. und 3.

 

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