Krankenhausinvestitionsmittel

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9792

21. Wahlperiode     18.07.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 11.07.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Krankenhausinvestitionsmittel

Der mit der Drs. 21/9507 veröffentliche Bericht zu den Krankenhausinvestitionsmitteln lässt einige Fragen offen.

Ich frage den Senat:

  1. Der Senat führt zwei Maßnahmen aus dem Investitionsprogramm 2016 auf, die noch nicht bewilligt sind. Sollten diese Maßnahmen bewilligt werden, werden die hierfür benötigten Krankenhausinvestitionsmittel aus den Mitteln des Jahres 2017 abgezogen oder gibt es bereits Überträge oder Verpflichtungsermächtigungen aus dem Jahr 2016 für diese Programme?

Die aufgeführte Maßnahme „Katholisches Kinderkrankenhaus Wilhelmstift – Neubau einer Kinder- und Jugendpsychiatrie“ wurde am 30. Juni 2017 bewilligt.

Bewilligungen, die zu Auszahlungen in künftigen Haushaltsjahren verpflichten, sind nur zulässig, wenn der Haushaltsplan dazu ermächtigt. Der Haushaltsplan 2017/2018 enthält für das Jahr 2017 eine Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 150 Millionen Euro. Die Auszahlungen erfolgen sodann in Raten nach Baufortschritt der jeweiligen Maßnahme.

  1. Für alle Projekte, bei denen bislang noch keine endgültige Bewilligung vorliegt: In welcher Höhe wurden jeweils Planungsmittel bewilligt? Wann ist mit einer endgültigen Bewilligung zu rechnen?

Zur Übersicht der bewilligten Planungsmittel siehe Anlage 1.

  1. Der Senat führt aus, dass die Mittel der nächsten Jahre „in erheblichem Umfang zur Abfinanzierung der Maßnahmen aus den Vorjahren gebunden“ sind.
    1. Welche Projekte befinden sich derzeit in der Abfinanzierung?
    2. Seit wann befinden sich diese Projekte in der Abfinanzierung?
    3. Wann wird die Abfinanzierung der einzelnen Projekte beendet sein?
    4. In welcher Höhe ist die Abfinanzierung der einzelnen Projekte geplant? Bitte für die einzelnen Projekte die komplette Abfinanzierung vom Beginn bis zum Projektende jährlich angeben.

Siehe Anlage 2.

  1. Bei welchen dieser Projekte gab oder gibt es Verzögerungen? Bitte auch die Dauer und den Grund der Verzögerung angeben.

Es gibt keine Verzögerungen.

    Drucksache 21/9792      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

f. Gab oder gibt es bei aktuell laufenden Projekten und seit 2015 abgeschossenen Projekten Kostensteigerungen oder Kostenminderungen, die die vom Senat bewilligte Förderung beeinflusst haben?

         Wenn ja, bitte nach Projekten aufschlüsseln.

Nein.

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Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode Drucksache 21/9792

Anlage 1

Drucksache 21/9792

Schriftliche Kleine Anfrage

Krankenhausinvestitionsmittel

Übersicht bewilligte Planungsmittel

Stand: 13.07.2017

Maßnahme

Bescheid

Gesamtbetrag

geplante Bewilligung der Maßnahme

Albertinen-Krankenhaus

Neustrukturierung altersmed. Versorgung

13.12.16

2.347.100,00

1. Halbjahr 2018

Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

Einrichtung Chest-Pain-Unit

27.03.17

141.000,00

2. Halbjahr 2017

Asklepios Westklinikum

Erweiterung OP-Bereich

21.09.16

183.700,00

2. Halbjahr 2017

Aufzüge Haus 1

24.01.17

37.200,00

2. Halbjahr 2017

Helios Mariahilf

Neustr. Gynäkologie/Neointensivstation

09.12.16

400.000,00

1. Halbjahr 2018

Marienkrankenhaus

Patienteneinschleusung Zentral-OP

29.07.16

195.000,00

2. Halbjahr 2017

Altonaer Kinderkrankenhaus

Pädiatrische Interdisziplinäre Not- & Aufnahmestation

17.11.16

420.200,00

2. Halbjahr 2017

Kinderkrankenhaus Wilhelmstift

Umstrukturierung Frühgeb. & Säuglingsstatkion

13.12.16

260.000,00

2. Halbjahr 2017

Bethesda KH Bergedorf

Erweiterung Zentralsteri

29.06.16

84.000,00

2. Halbjahr 2017

AK St. Georg

Neubau Haus Q – Steri/ OP/ ITS

20.12.16

1.140.000,00

1. Halbjahr 2018

AK Harburg

Errichtung Eltern-Kind-Einheit KJP/Psych.

14.07.16

41.000,00

1. Halbjahr 2018

AK Nord/ Heidberg

Tagesklinik für Schmerztherapie

07.06.17

28.000,00

2. Halbjahr 2017

AK Wandsbek

Neustr. Diagnostik & Bettenhaus 1. BA

07.04.17

308.000,00

2. Halbjahr 2017

AK Nord / Ochsenzoll

Umbau der psychiatrischen Abteilung (AK Wandsbek)

15.07.16

202.000,00

2. Halbjahr 2017

Umbau Geriatrie Haus 4

18.01.17

253.000,00

1. Halbjahr 2018

Gesamtsumme

 

6.040.200,00

 

3

Drucksache 21/9792 Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Anlage 2

Drucksache 21/9792

Schriftliche Kleine Anfrage

Krankenhausinvestitionsmittel

Übersicht bewilligte Maßnahmen

Abfinanzierung

Stand: 13.07.2017

Maßnahme

Bescheid

Gesamtbetrag

noch abzufin.

2017

2018

2019

2020

2021

Ev. Krankenhaus Alsterdorf

Umstrukturierung Eltern-Kind-Station

08.08.16

4.225.000,00

2.825.000,00

2.613.000,00

212.000,00

     

Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus

Funktionstrakt

29.11.11

35.760.000,00

200.000,00

200.000,00

       

Asklepios Westklinikum

Erw.Hs. 5 Psychiatrie

19.06.15

3.830.000,00

1.021.000,00

1.021.000,00

       

Marienkrankenhaus

OP-Bereich

01.03.12

13.400.000,00

200.000,00

200.000,00

       

Erweiterung neonatologische ITS (BS 1 – Hochbau)

19.06.15

3.430.000,00

71.500,00

71.500,00

       

Erweiterung neonatologische ITS (BS 2 – Hochbau)

30.11.15

3.826.000,00

2.376.000,00

2.376.000,00

       

Erneuerung RLT-Anlage Haus 1

28.03.17

1.925.000,00

1.625.000,00

1.025.000,00

600.000,00

     

Krankenhaus Groß-Sand

Notaufnahme Lüftung

18.08.15

124.000,00

74.000,00

74.000,00

       

Altonaer Kinderkrankenhaus

Neu- und Umbau OP-Flächen

16.10.14

2.698.000,00

134.900,00

134.900,00

       

Erweiterung Intensivbereiche

18.12.15

3.090.500,00

155.500,00

155.500,00

       

Kinderkrankenhaus Wilhelmstift

KiJu Psychiatrie

30.06.17

23.341.750,00

21.830.000,00

1.600.000,00

7.200.000,00

7.200.000,00

5.000.000,00

830.000,00

Neonatologie (BS1 – Ausstattung)

19.06.15

1.104.000,00

55.200,00

55.200,00

       

Neonatologie (BS2 – Ausstattung)

30.11.15

169.000,00

169.000,00

169.000,00

       

Erneuerung Sicherheitsstromversorgung

07.03.16

2.150.000,00

269.500,00

269.500,00

       

Bethesda KH Bergedorf

Erweiterung OP-Bereich

01.08.14

9.684.000,00

409.000,00

409.000,00

       

Umbau psychiatrische Abteilung

27.12.16

2.850.000,00

2.456.000,00

1.243.000,00

535.000,00

678.000,00

   

AK St. Georg

Leukemia Unit

10.10.13

3.202.000,00

161.000,00

161.000,00

       

Vorabmaßnahme Haus Q

07.08.15

4.395.000,00

3.795.000,00

3.795.000,00

       

Notstrom

28.12.15

5.430.000,00

4.930.000,00

4.930.000,00

       

RLT-Anlagen Leukemia-Unit

12.05.17

1.632.000,00

1.632.000,00

500.000,00

1.000.000,00

132.000,00

   

Schön Klinik Eilbek

OPs Neubau

12.07.16

20.375.000,00

16.208.300,00

3.700.000,00

9.500.000,00

1.989.300,00

1.019.000,00

 

Erweiterung neurologische Frühreha

04.11.16

3.415.000,00

1.915.000,00

1.915.000,00

       

AK Altona

Intensivmed.Zentrum

17.10.16

11.825.000,00

9.925.000,00

2.800.000,00

4.800.000,00

2.325.000,00

   

AK Harburg

Neubau Haus 8 B

16.10.15

24.307.000,00

17.357.000,00

4.300.000,00

5.900.000,00

5.857.000,00

1.300.000,00

 

Vorabmaßnahmen Haus 8 B

20.05.15

2.255.000,00

115.000,00

115.000,00

       

Lüftung OPs

11.11.14

859.000,00

45.000,00

45.000,00

       

Geronto Psy TK

17.12.15

2.080.000,00

230.000,00

230.000,00

       

Ertüchtigung Aufzug Haus 8

11.08.14

207.000,00

58.350,00

58.350,00

       

Ertüchtigung Aufzug Haus 6

07.12.15

235.000,00

15.000,00

15.000,00

       

Batterieanlage Haus 1 und 9

16.03.17

681.000,00

681.000,00

681.000,00

       

Erweiterung ZNA

12.07.17

8.572.000,00

8.572.000,00

1.200.000,00

6.000.000,00

1.372.000,00

   

AK Nord/ Heidberg

Neustr. Neonatologie & neurol. Funktionsdiagn.

22.07.16

14.855.000,00

12.730.000,00

5.000.000,00

7.730.000,00

     

Vorabmaßnahme Infrastruktur + Notstrom

17.02.16

2.367.000,00

367.000,00

367.000,00

       

Erweiterung ZNA

08.12.14

6.030.000,00

301.956,00

301.956,00

       

Ertüchtigung Aufzug Haus 7/8

28.06.17

388.000,00

388.000,00

240.000,00

148.000,00

     

Ertüchtigung Aufzug Haus 3-A2

30.06.16

418.300,00

418.300,00

245.000,00

173.300,00

     

Ertüchtigung Aufzug Haus 6-A13

16.06.17

194.000,00

194.000,00

120.000,00

74.000,00

     

Ertüchtigung Aufzug Haus 5/6

28.06.17

387.500,00

387.500,00

240.000,00

147.500,00

     

Ausstattung pädiatrische TK

30.06.17

237.000,00

237.000,00

0,00

237.000,00

     

AK Wandsbek

Neubau OPs + ZSVA

19.09.16

22.155.000,00

1.141.000,00

1.141.000,00

       

Diagnostik/Röntgen

18.12.14

1.800.000,00

92.000,00

92.000,00

       

AK Nord / Ochsenzoll

Neubau Psych. TK (AK Wandsbek)

28.02.17

3.882.300,00

3.882.300,00

500.000,00

2.600.000,00

782.300,00

   

Anschluss von 4 Stat. zentr. Sauerstoffvers.

23.11.16

144.000,00

144.000,00

144.000,00

       

Gesamtsumme

 

253.935.350,00

119.794.306,00

44.452.906,00

46.856.800,00

20.335.600,00

7.319.000,00

830.000,00

AK Barmbek    Rest:

Neubau Klinikum Barmbek    27.04.01    197.200.000,00    85.222.073,05     5.023.401,59    9.958.125,00    9.875.423,00    9.785.066,00    9.698.442,00    40.881.615,46

Für den Neubau der Asklepios Klinik Barmbek sind auf Grund der besonderen Finanzierungssystematik (vgl. Drs. 16/6080) hier nur die jährlichen Abfinanzierungsraten bis 2020 nachrichtlich aufgeführt. Die Abfinanzierung läuft bis 2025.

4

Berichte von Aufsichtskommissionen

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9790

21. Wahlperiode     18.07.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 11.07.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Berichte von Aufsichtskommissionen

Es ist auffällig, dass die Berichte der Aufsichtskommissionen gemäß § 23 Absatz 6 HmbPsychKG und § 48 Absatz 4 HmbMVollzG sehr spät an die Bürgerschaft weitergeleitet werden. Alle unten genannten Fragen beziehen sich auf den jeweils letzten Berichtszeitraum 2014 – 2015.

Ich frage den Senat:

  1. Welche Einrichtungen wurden durch die Aufsichtskommissionen überprüft?
  2. Wann wurden die jeweiligen Einrichtungen durch die Aufsichtskommissionen überprüft?
  3. Wann ging der Bericht über die jeweilige Einrichtung beim Senat ein? Gemeint ist nicht der Bericht für den Bericht an die Bürgerschaft, sondern der Bericht der Kommission, der dem Senat/der Behörde nach der Überprüfung einer jeden Einrichtung zugegangen ist.

Die in den Jahren 2014 und 2015 von der Aufsichtskommission gemäß § 23 Hamburgisches Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (HmbPsychKG) und der Aufsichtskommission gemäß § 48 Absatz 4 Gesetz über den Vollzug von Maßregeln der Besserung und Sicherung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder einer Entziehungsanstalt (Hamburgisches Maßregelvollzugsgesetz – HmbMVollzG) besuchten Einrichtungen, die jeweiligen Termine der Besuche sowie das Datum der Vorlage der zwischen den einzelnen Mitgliedern der Aufsichtskommission abgestimmten Besuchsprotokolle in der zuständigen Behörde sind den nachfolgenden Übersichten zu entnehmen.

Besuche im Jahr 2014 der Aufsichtskommission gemäß § 23 HmbPsychKG

 

Datum des Besuchs

Besuchte Einrichtung

Vorlage des abgestimmten Protokolls

14.01.2014

Asklepios Westklinikum Hamburg Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie

12.01.2015

28.01.2014

Asklepios Klinik Nord, Betriebsteil Wandsbek Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

25.02.2014

04.02.2014

Pflegen & Wohnen Hamburg Farmsen

25.02.2014

18.02.2014

Asklepios Kliniken Hamburg Wohnprojekt „Lütt Hus“

19.04.2016

04.03.2014

Asklepios Klinik Nord, Betriebsteil Ochsenzoll, Klinik für Akutpsychiatrie und Psychose ; Station O50a + O50b

15.07.2014

18.03.2014

Pflegen & Wohnen Hamburg Bahrenfeld

12.01.2015

01.04.2014

Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus gGmbH

12.01.2015

29.04.2014

Pflegen & Wohnen Hamburg Holstenhof

15.07.2015

    Drucksache 21/9790      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Besuche im Jahr 2014 der Aufsichtskommission gemäß § 23 HmbPsychKG

Datum des Besuchs

Besuchte Einrichtung

Vorlage des abgestimmten Protokolls

13.05.2014

Bethesda Krankenhaus Bergedorf gGmbH

15.07.2014

27.05.2014

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf,

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und – psychosomatik

15.07.2014

10.06.2014

Schön Klinik Hamburg Eilbek

19.04.2016

24.06.2014

Ev. Krankenhaus Alsterdorf gGmbH

Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie

25.08.2014

08.07.2014

Psychiatrisches Zentrum Rickling

25.08.2015

29.07.2014

Pflegen & Wohnen Hamburg Uhlenhorst (Begehung der neuen Einrichtung, Umzug aus Bahrenfeld)

Kein Protokoll *

05.08.2014

Asklepios Klinik Nord, Betriebsteil Ochsenzoll Klinik für Gerontopsychiatrie

19.08.2014

02.09.2014

Alsterdorf Assistenzen Ost und West

Kein Protokoll **

30.09.2014

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf,

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

19.06.2015

14.10.2014

Asklepios Klinikum Harburg,

Zentrum für seelische Gesundheit Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

11.06.2015

28.10.2014

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift; Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter.

16.07.2015

11.11.2014

Albertinen-Krankenhaus und Albertinen-Haus Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie

11.06.2015

25.11.2014

Pflegen & Wohnen Hamburg Alsterberg

11.06.2015

09.12.2014

Asklepios Klinikum Harburg,

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und psychosomatik

09.09.2015

* Von der Begehung der neuen Einrichtung
wurde kein Protokoll gefertigt, da diese kurz nach dem Umzug stattfand. Die Einrichtung wurde dann im Normalbetrieb in 2015 erneut besucht. Hier wurde dann ein Protokoll gefertigt (siehe Tabelle 2015 am 22.09.2015).

** Auch nach mehrmaliger Nachfrage der Geschäftsstelle der Aufsichtskommission war es dem Mitglied nicht mehr möglich, ein schriftliches Protokoll vorzulegen.

Besuche im Jahr 2015 der Aufsichtskommission gemäß § 23 HmbPsychKG

 

Datum des Besuchs

Besuchte Einrichtung

Vorlage des abgestimmten Protokolls

27.01.2015

Pflegen & Wohnen Hamburg Holstenhof

19.05.2015

10.02.2015

Bethesda Krankenhaus Bergedorf gGmbH

19.04.2015

24.02.2015

Ev. Krankenhaus Alsterdorf gGmbH

Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie

11.08.2015

10.03.2015

Asklepios Klinik Nord, Betriebsteil Ochsenzoll Klinik für Gerontopsychiatrie

04.11.2015

24.03.2015

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf,

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

25.08.2015

05.05.2015

Asklepios Klinik Nord, Betriebsteil Ochsenzoll, Klinik für Akutpsychiatrie und Psychose ; Station O50a + O50b

09.09.2015

19.05.2015

Schön Klinik Hamburg Eilbek

16.07.2015

02.06.2015

Asklepios Kliniken Hamburg Wohnprojekt „Lütt Hus“

19.06.2015

16.06.2015

Asklepios Westklinikum Hamburg

Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie

16.07.2015

30.06.2015

Asklepios Klinik Nord, Betriebsteil Wandsbek Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

25.08.2015

14.07.2015

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift;

Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie im Kindes-

04.11.2015

2

    Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode     Drucksache 21/9790

Besuche im Jahr 2015 der Aufsichtskommission gemäß § 23 HmbPsychKG

 

Datum des Besuchs

Besuchte Einrichtung

Vorlage des abgestimmten Protokolls

 

und Jugendalter.

 

28.07.2015

Asklepios Klinikum Harburg,

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und psychosomatik

09.09.2015

11.08.2015

Heinrich-Sengelmann-Krankenhaus gGmbH

06.10.2015

25.08.2015

Psychiatrisches Zentrum Rickling

20.10.2015

08.09.2015

Albertinen-Krankenhaus und Albertinen-Haus Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie

20.10.2015

22.09.2015

Pflegen & Wohnen Hamburg Uhlenhorst

28.01.2016

06.10.2015

Pflegen & Wohnen Hamburg Alsterberg

05.02.2016

20.10.2015

Asklepios Klinikum Harburg,

Zentrum für seelische Gesundheit Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

19.04.2016

03.11.2015

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf,

Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und – psychosomatik

05.02.2016

17.11.2015

Pflegen & Wohnen Hamburg Farmsen

05.02.2016

15.12.2015

Alsterdorf Assistenzen Ost und West

02.02.2016

 

Besuche im Jahr 2014 der Aufsichtskommission gemäß § 48 Abs. 4 HmbMVollzG

Datum des Besuchs

Besuchte Einrichtung

Vorlage des abgestimmten Protokolls

24.01.2014

Asklepios Klinik Nord Betriebsteil Ochsenzoll Klinik für Forensische Psychiatrie

15.07.2014

01.07.2014

Asklepios Klinik Nord Betriebsteil Ochsenzoll Klinik für Forensische Psychiatrie

03.09.2014

18.11.2014

Asklepios Klinik Nord Betriebsteil Ochsenzoll Klinik für Forensische Psychiatrie

29.07.2015

 

Besuche im Jahr 2015 der Aufsichtskommission gemäß § 48 Abs. 4 HmbMVollzG

Datum des Besuchs

Besuchte Einrichtung

Vorlage des abgestimmten Protokolls

28.04.2015

Asklepios Klinik Nord Betriebsteil Ochsenzoll Klinik für Forensische Psychiatrie

01.07.2015

07.07.2015

Asklepios Klinik Nord Betriebsteil Ochsenzoll Klinik für Forensische Psychiatrie

06.10.2015

08.12.2015

Asklepios Klinik Nord Betriebsteil Ochsenzoll Klinik für Forensische Psychiatrie

05.02.2016

  1. Wann ging der jeweils abschließende Bericht der Kommissionen beim Senat ein?

Aufsichtskommission gemäß § 23 HmbPsychKG am 20.07.2016

Aufsichtskommission gemäß § 48 Absatz 4 HmbMVollzG am 02.08.2016

  1. Wann wurde der jeweils abschließende Bericht im Transparenzportal veröffentlicht?

Aufsichtskommission gemäß § 23 HmbPsychKG am 30.05.2017

Aufsichtskommission gemäß § 48 Absatz 4 HmbMVollzG am 15.12.2016

Wie bereits im Ausschuss für Gesundheit und Verbraucherschutz am 11. Juli 2017 erläutert, erklärt sich die Differenz der Zeiträume aus der Einholung der Stellungnah-

    3 Drucksache 21/9790      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

men der einzelnen Kliniken beziehungsweise der Vollzugseinrichtung und der umfangreichen Auswertung dieser Stellungnahmen. Weiterhin ist die formale Bearbeitung in Form der externen Abstimmung sowie die Beteiligung der Deputation im Zeitablauf zu berücksichtigen.

4

Jahresbericht der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9782

21. Wahlperiode     18.07.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 11.07.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Jahresbericht der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft

Der Jahresbericht 2016 der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft gibt Anlass zu Fragen.

Ich frage den Senat:

  1. Wie viele Stellen waren am Jahresende 2016 bei den Hamburger Krankenhäusern unbesetzt? Bitte nach Beschäftigungsarten (Pflegekräfte, Ärzte, medizinisch-technischer Dienst et cetera)?

Sofern die Hamburger Plankrankenhäuser Daten übermittelt haben:

In 9 Plankrankenhäusern waren folgende Stellen nicht besetzt: Vollkräfte (VK)

Ärztlicher Dienst

5,4 VK

Pflegedienst

62,12 VK

Funktionsdienst

15,21 VK

  1. Welche Auswirkungen hat der Fixkostendegressionsabschlag? Hält der Senat diesen für gerechtfertigt?

Der Fixkostendegressionsabschlag (FDA) ersetzt ab dem Jahr 2017 den Mehrleistungsabschlag. Die Auswirkungen des FDA können nur als Teil des im Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) enthaltenen Systems der Mengensteuerung bewertet werden. Bis 2016 gab es ein Nebeneinander von Mehrleistungsabschlägen auf Krankenhausebene und einer zusätzlichen Absenkung des Landesbasisfallwerts, sofern das Gesamtvolumen der im Land vereinbarten Leistungen ansteigt (sogenannte Doppelte Degression). Ab 2017 sollen nach dem Willen des Gesetzgebers mengenbezogene Kostenvorteile durch Mehrleistungen nur noch auf Krankenhausebene durch den FDA berücksichtigt werden. Es entfällt die zusätzliche Absenkung des Landesbasisfallwertes für Steigerungen des Leistungsvolumens im Land, die zu einer allgemeinen Preissenkung führte und so auch Auswirkungen auf Krankenhäuser hatte, die selbst gar keine Mehrleistungen vereinbart hatten und deshalb auch keine mengenbezogenen Kostenvorteile haben konnten.

Die Mindesthöhe des FDA wurde bundesgesetzlich für die Jahre 2017 und 2018 auf 35 Prozent festgelegt. Ab 2019 soll die Mindesthöhe auf Landesebene vereinbart werden. Die Vertragsparteien vor Ort können bei zusätzlichen Leistungen, bei denen bereits in erhöhtem Maße wirtschaftlich begründete Fallzahlsteigerungen eingetreten oder zu erwarten sind, davon abweichend höhere Abschläge und eine längere Geltungsdauer festlegen; für die Jahre 2017 und 2018 ist dieser erhöhte FDA auf 50 Prozent begrenzt. Darüber hinaus sieht das KHEntgG beim FDA Ausnahmetatbestände vor, bei deren Vorliegen ein hälftiger oder gar kein FDA gilt.

    Drucksache 21/9782      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Welche Auswirkungen der FDA auf die Krankenhäuser in Hamburg hat, kann noch nicht bewertet werden, da bisher noch kein Hamburger Krankenhaus eine Budgetvereinbarung zur Genehmigung vorgelegt hat, die einen FDA enthält.

Der Senat hält es im Grundsatz für berechtigt, dass mengenbezogene Kostenvorteile Einfluss auf die Vergütungshöhe haben und begrüßt die Abschaffung der Doppelten Degression. Er hat deshalb dem Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) im Bundesrat zugestimmt.

  1. Welche Auswirkungen hatte das Auslaufen der Übergangsfrist der Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh und Reifgeborene des G-BA? Insbesondere: Wurden deshalb Betten abgebaut, gegebenenfalls wie viele?

Die bis 31. Dezember 2016 geltende Übergangsregelung Qualitätssicherungs-Richtlinie Früh- und Reifgeborene des G-BA wurde Mitte Dezember 2016 unter Auflagen bis 31. Dezember 2019 verlängert. Eine Bettenreduzierung erfolgte nicht.

Die betroffenen Krankenhäuser sind sehr engagiert in ihren Bestrebungen, die pflegerischen Voraussetzungen entsprechend den Vorgaben der Richtlinie zu schaffen. Dazu gehört auch die Aufstockung der Ausbildungskapazitäten in der Fachweiterbildung Pädiatrische Intensivpflege mit Spezialisierung Neonatologie.

  1. Was besagt der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS)? Welche Auswirkungen hat er?

Der Operationen- und Prozedurenschlüssel (OPS) wird in einer jährlich überarbeiteten Version vom Deutschen Institut für medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) im Auftrag des BMG unter Beteiligung der Arbeitsgruppe OPS des Kuratoriums für Fragen der Klassifikation im Gesundheitswesen (KKG) herausgegeben.

Der OPS ist die amtliche Klassifikation zum Verschlüsseln von Operationen, Prozeduren und allgemeinen medizinischen Maßnahmen im stationären Bereich gemäß § 301 SGB V und beim ambulanten Operieren gemäß § 295 SGB V.

Die zu dokumentierenden Schlüsselnummern werden für Abrechnungszwecke benötigt, dienen jedoch auch der Gesundheitsberichtserstattung und damit der sachgerechten Analyse und Steuerung des Gesundheitswesens sowie der Information der Ärzte und Gesundheitseinrichtungen selbst. Der OPS ist eine wichtige Grundlage für das pauschalierende Entgeltsystem G-DRG. Für die Vergütung der ambulanten Operationen nach einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) werden Operationen und Prozeduren ebenfalls nach OPS kodiert. Auch die Qualitätsberichte der Krankenhäuser basieren unter anderem auf OPS-kodierten Operationen.

Mit den OPS sind zum Teil qualitätssichernde Strukturanforderungen verbunden, deren Einhaltung durch die Krankenhäuser Einfluss auf die Vergütung der jeweiligen Leistung haben kann.

  1. Wie oft wurden im Jahre 2016 von den Krankenkassen unter Zuhilfenahme des OPS Rechnungen gekürzt oder Zahlungen zurückgefordert? Um welche Summen geht es dabei?

Sofern die Hamburger Plankrankenhäuser diese Frage beantwortet haben, handelt es sich um Beträge zwischen 5.000 und 500.000 Euro. Zu der Häufigkeit der Rechnungskürzungen kann aus den vorliegenden Antworten keine Gesamtaussage abgeleitet werden.

  1. Unterstützt der Senat das Bestreben, bei Zahlungskürzungen aufgrund des OPS dem Widerspruch der Krankenhäuser aufschiebende Wirkung zu geben?

Der Senat hat sich damit nicht befasst.

 

2

Jahresabschluss 2016 des Instituts für Hygiene und Umwelt

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9668

21. Wahlperiode     07.07.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 30.06.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Jahresabschluss 2016 des Instituts für Hygiene und Umwelt

Die Finanzbehörde hat inzwischen unter hamburg.de die Jahresabschlüsse der meisten Hochschulen, Landesbetriebe und Sondervermögen veröffentlicht. Auffällig ist, dass der Jahresabschluss des Instituts für Hygiene und Umwelt (HU) fehlt.

Ich frage den Senat:

  1. Liegt der testierte Jahresabschluss des Instituts für Hygiene und Umwelt vor?
    1. Wenn ja, seit wann?

Der testierte Jahresabschluss wurde am 24. März 2017 durch die Wirtschaftsprüfer mit uneingeschränktem Testat vorgelegt.

  1. Wenn nein, aus welchen Gründen nicht und wann soll er vorliegen?

Entfällt.

  1. Warum wurde er bisher nicht veröffentlicht?

Der Bericht ist nach Prüfung und Freigabe durch die zuständige Behörde an die veröffentlichende Behörde übersandt und am 3. Juli im Internet veröffentlicht worden.

  1. In der Drs. 21/8658 führt der Senat aus, das Institut habe das Jahr 2016 mit einem leichten Überschuss abgeschlossen. Wie hat sich das Eigenkapital des Instituts im Jahr 2017 entwickelt? Bitte möglichst aktuelle Daten angeben.

Vor Fertigstellung des Halbjahresabschlusses 2017 kann keine belastbare Prognose zu Gewinnen, Verlusten und Kapitalfluss des HU getroffen werden. Die Ergebnisse werden der Bürgerschaft im üblichen Verfahren übermittelt.

  1. Wann ist mit einem Abschluss der Verhandlungen mit der BGV und BUE über die Erhöhung der Entgelte nach Abschluss der Sommerpause zu rechnen?

Nach Abschluss der Sommerpause.


 

Weiterbildung zum Kieferorthopäden

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9556

21. Wahlperiode     30.06.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 23.06.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Weiterbildung zum Kieferorthopäden

Die Bezeichnung „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ darf nur führen, wer eine entsprechende Ausbildung absolviert und die entsprechende Prüfung bestanden hat. Immer wieder wird berichtet, dass insbesondere für das sogenannte Klinikjahr Plätze fehlen.

Ich frage den Senat:

Der Senat beantwortet die Fragen auf der Grundlage von Beiträgen der Zahnärztekammer Hamburg wie folgt:

  1. Welche Anforderungen muss ein Zahnarzt erfüllen, um die Bezeichnung „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ zu führen?

Voraussetzung ist eine dreijährige fachzahnärztliche Weiterbildungszeit sowie die Absolvierung eines allgemeinzahnärztlichen Jahres.

  1. Wie vielen Personen wurde in Hamburg in den Jahren 2011 – 2016 die Führung dieser Bezeichnung erlaubt? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

4

2

2

1

1

5

  1. Wie viele Kandidaten haben sich in Hamburg in den Jahren 2011 – 2016 zu de Prüfung angemeldet? Wie viele davon haben die Prüfung bestanden? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

 

Anmeldungen zur Prüfung (in Klammer: bestandene Prüfungen)

 

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

4 (4)

2 (2)

2 (2)

1 (1)

1 (1)

5 (5)

  1. Wie viele Praxen waren am Jahresende 2011 – 2016 in Hamburg zur kieferorthopädischen Weiterbildung berechtigt? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

 

Zur kieferorthopädischen Weiterbildung berechtigte Praxen

 

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

13

12

10

9

9

9

  1. Wie viele Ausbildungsplätze gab es jeweils am Jahresende 2011 – 2016 in Hamburg? Wie viele waren davon besetzt?

    Drucksache 21/9556      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Es gibt keine feste Zahl von Ausbildungsplätzen in Hamburg, da die zur Weiterbildung ermächtigten Kieferorthopäden nicht durchgehend Weiterzubildende beschäftigen. Folgende Anzahl von Weiterzubildenden gab es in den einzelnen Jahren in den Praxen:

 

Anzahl von Weiterzubildenden in weiterbildungsberechtigten Praxen

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

2

4

3

3

2

3

  1. Wie viele Plätze gab es in Hamburg jeweils am Jahresende 2011 – 2016 für das sogenannte Klinikjahr?

 

Anzahl der Plätze für das sogenannte Klinikjahr

   

 

2011

 

2012

 

2013

 

2014

 

2015

 

2016

4

3

5

6

6

4

  1. Wie lange war jeweils am Jahresende die Wartezeit auf einen Platz an der Klinik für das sogenannte Klinikjahr?

Die Angabe einer konkreten Wartezeit ist nicht möglich, eine Warteliste besteht nicht. In dem Fall, dass ein an der Weiterbildung interessierter Zahnarzt oder eine Zahnärztin das Klinikjahr nicht in Hamburg absolvieren kann, sucht er beziehungsweise sie sich stattdessen in aller Regel eine Weiterbildungsstelle zur Ableistung des Klinikjahres in einem anderen Bundesland oder im Ausland.

  1. Ist geplant, das Klinikjahr abzuschaffen?

    Wenn ja: warum?

Nein.

  1. Ist geplant, in Hamburg die Kapazitäten für das Klinikjahr auszuweiten?

         Wenn ja: wann und in welchem Umfang?

Wenn nein: warum nicht?

Nein. Die „Kapazitäten für das Klinikjahr“ in Hamburg stehen in Abhängigkeit zur Anzahl der in der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums HamburgEppendorf vorhandenen Weiterbildungsstellen. Diese wiederum ist abhängig von der Anzahl der Studierenden im Studiengang Zahnmedizin, die sich in den vergangenen Jahren nicht wesentlich geändert hat. Auch für die Zukunft sind keine wesentlichen Veränderungen absehbar.

 

2

Antibiogramme

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9474

21. Wahlperiode     23.06.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 16.06.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Antibiogramme

Aus verschiedenen Gründen ist es sinnvoll, Antibiosen zielgenau durchzuführen. Eine Hilfe können dabei Antibiogramme sein.

Ich frage den Senat:

Die amtlichen Statistiken der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) enthalten keine regionalen Daten. Da sich die bundesweiten GKV-Statistiken auf allgemeine Leistungsbereiche beziehen, zum Beispiel Arzneimittelausgaben, enthalten diese auch keine spezifischen Daten zu Antibiogrammen. Erforderlich wären hierzu Sonderauswertungen der gesetzlichen Krankenkassen. Soweit Veröffentlichungen zur Arzneimittelversorgung (zum Beispiel Arzneiverordnungs-Report, Versorgungsatlas) vorliegen, enthalten auch diese keine Informationen zu Antibiogrammen. Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

  1. Welche Anzahl an Antibiogrammen wurde in den Jahren 2015 und 2016 in Hamburg beauftragt?
    1. Welche hiervon von niedergelassenen Ärzten?

Daten zur Verordnung von Antibiogrammen für den niedergelassenen Bereich in Hamburg liegen für die nachgefragten Zeiträume nicht vor (siehe auch Vorbemerkung). Lediglich einer Sonderauswertung des BKK-Landesverbandes NORDWEST (November 2016) ist zu entnehmen, dass im vertragsärztlichen Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg (KVH) für 1.150 Patienten/-innen von 23.698 Patienten/-innen mit der Diagnose Harnwegs- und Wundinfektion ein Antibiogramm erstellt wurde (alle Quartale 2014 bis 2. Quartal 2015). Danach liegt die vertragsärztliche Versorgung in Hamburg über dem Mittelwert im Vergleich zu anderen KV-Regionen.

  1. Welche hiervon von Krankenhäusern? Bitte getrennt für das UKE angeben.

Eine kurzfristige Umfrage bei den Hamburger Plankrankenhäusern ergab, dass 385.132 (2015) beziehungsweise 407.349 (2016) Antibiogramme/Empfindlichkeitsprüfungen durchgeführt wurden (Basis: Anzahl der eingesandten Materialien von 13 Krankenhäusern). Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurden 34.044 (2015) beziehungsweise 35.640 Antibiogramme/Empfindlichkeitsprüfungen durchgeführt.

  1. Welche hiervon von weiteren Einrichtungen oder Institutionen? Bitte angeben, um welche es sich handelt.

Siehe Vorbemerkung.

  1. Welche Anzahl an Antibiotika-Therapien und Verschreibungen wurde in den Jahren 2015 und 2016 in Hamburg durchgeführt?

    Drucksache 21/9474      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

  1. Welche hiervon von niedergelassenen Ärzten?

Gemäß der Sonderauswertung des BKK-Landesverbandes NORDWEST und Nordrhein (November 2016) erhielten im vertragsärztlichen Bereich der KVH insgesamt 106.311 Patientinnen und Patienten eine Antibiotikaverordnung (alle Quartale 2014 bis 2. Quartal 2015).

  1. Welche hiervon von Krankenhäusern? Bitte getrennt für das UKE angeben.

Laut Auskunft der Krankenhäuser ist die Gabe von Antibiotika kein Item, das über einen Operationen- und Prozeduren-Schlüssel (OPS-Code) ausgewertet werden kann.

  1. Welche hiervon von weiteren Einrichtungen oder Institutionen? Bitte angeben, um welche es sich handelt.

Siehe Vorbemerkung.

  1. Welche Kosten verursacht ein Antibiogramm durchschnittlich und wird es von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen bezahlt?

Im ambulanten Bereich werden Antibiogramme bei den Krankenkassen abhängig vom Versicherungsstatus der Patientinnen und Patienten nach den Gebührenordnungen (EBM oder GOÄ) abgerechnet. Im stationären Bereich erfolgt die Vergütung im Rahmen des pauschalisierten Entgeltsystems (DRG).

Da die Vergütung vom Probenmaterial und der Anzahl getesteter Substanzen abhängig ist, lässt sich kein allgemein gültiger Durchschnittspreis angeben. Die Spanne liegt nach EBM derzeit zwischen circa 5,40 bis 18,70 Euro.

  1. Werden diese Kosten außerhalb des Budgets unbeschränkt vergütet?

    Wenn nein: Wird sich der Senat dafür einsetzen, dass dieser Hinderungsgrund für einen häufigeren Einsatz von Antibiogrammen beseitigt wird?

Im ambulanten Bereich sind die Kosten für den Einsatz von Antibiogrammen Bestandteil der zwischen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen vereinbarten Gesamtvergütung. Zum stationären Bereich siehe Antwort zu 3.

Im Rahmen des Gesetzes zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung wurde aktuell geregelt, dass der Bewertungsausschuss der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Spitzenverband der Krankenkassen prüfen sollen, in welchem Umfang Verfahren zur schnelleren Antibiotikatherapie in der vertragsärztlichen Versorgung zukünftig eingesetzt werden können; die Gebührenordnung soll daraufhin entsprechend angepasst werden (BT.-Drs. 19/10208). Einem Antrag Hamburgs im Bundesrat, bereits heute zur Verfügung stehende kulturbasierte Antibiogramme durch eine Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses und einer entsprechenden Anpassung der Gebührenordnung zu ermöglichen (BR.-Drs. 601/16), ist der Bundesgesetzgeber nicht gefolgt.

  1. Wie lange dauert es, bis das Ergebnis eines Antibiogramms vorliegt? Wie soll der behandelnde Arzt in der Zwischenzeit verfahren?

In den meisten Fällen liegt ein Antibiogramm nach zwei Tagen nach Laboreingang vor, bei bestimmten Keimen kann dies aber auch länger dauern. Der behandelnde Arzt wird in der Zwischenzeit eine sogenannte empirische Therapie durchführen, also eine leitliniengerechte Therapie mit einer Substanz, die mit einer erfahrungsgemäß hohen Wahrscheinlichkeit wirksam sein wird. Im Übrigen obliegt die Behandlung der Therapiefreiheit.

  1. Wann wurden und werden Modellversuche et cetera zum häufigeren Einsatz von Antibiogrammen durchgeführt? Was waren die Ergebnisse?

Nach Kenntnis der zuständigen Behörde wird im vertragsärztlichen Bereich seit Anfang 2017 vom BKK-Landesverband NORDWEST und der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein ein Modellversuch durchgeführt, um die Notwendigkeit von Antibioti-

2

    Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode     Drucksache 21/9474

ka-Verordnungen zu klären und die Durchführung von Antigen-Schnelltests bei Rachenentzündungen sowie von Empfindlichkeitsprüfungen (Antibiogrammen) bei Harnwegs- und Wundinfektionen zu erproben. Weitere Modellversuche im vertragsärztlichen Bereich sind nicht bekannt. Im Krankenhausbereich gehören die Erregerabklärung und das folgende Antibiogramm grundsätzlich zum Standard.

 

         3

Transplantationen UKE (4)

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9439

21. Wahlperiode     20.06.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 14.06.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Transplantationen UKE (4)

Die Antworten des Senates auf meine Schriftliche Kleine Anfrage Drs. 21/8968 geben Anlass zu weiteren Nachfragen.

Ich frage den Senat:

Die in Rede stehenden sichergestellten Krankenakten sind Gegenstand eines staatsanwaltlichen Ermittlungsverfahrens und daher der Verfügungsbefugnis anderer Behörden entzogen.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

  1. Sind die zuständigen Kommissionen darüber informiert worden, dass die bisher fehlenden Unterlagen am 24. November 2016 beziehungsweise am 23. Januar 2017 aufgefunden wurden?
    1. Wenn ja: wann? Durch wen? Welche Information wurde genau gegeben?

Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz hat, unmittelbar nachdem sie von dem Auffinden der Akten durch die Drs. 21/8836 erfahren hat, die Vorsitzende der Prüfungskommission und den Vorsitzenden der Überwachungskommission mit E-Mail vom 3. Mai 2017 darüber informiert, dass Patientenunterlagen, die bei der Prüfung des Lungentransplantationsprogramms nicht vorgelegt werden konnten, in der LungenClinic Grosshansdorf aufgefunden worden seien und sich nunmehr unter den von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Akten befänden.

  1. Wenn nein: warum nicht?

Entfällt.

  1. Sofern die Kommissionen nicht informiert wurden: Wieso rechtfertigt sich der Senat dann in der Antwort auf meine Frage 6. der Drs. 21/8968 damit, dass keine Anforderung der Unterlagen durch die PÜK erfolgte? Schließlich kann die PÜK eine solche Anforderung nur dann aussprechen, wenn sie weiß, dass die Unterlagen nun vorliegen.

Entfällt.

  1. Wären der Senat, die zuständigen Behörden und die Staatsanwaltschaft bereit, die Unterlagen im Falle einer Anforderung durch die PÜK an diese heraus zu geben? Wenn nein: warum nicht?

Sollte die Prüfungs- und Überwachungskommission bei der Staatsanwaltschaft einen entsprechenden Antrag stellen, wird die Staatsanwaltschaft zu prüfen haben, ob die

    Drucksache 21/9439      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

gesetzlichen Voraussetzungen für eine Akteneinsicht, die Besichtigung von amtlich verwahrten Beweisstücken oder die Erteilung von Auskünften vorliegen.

  1. Hat die PÜK in ihrem Schreiben an die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) vom 20. Januar 2016 darauf hingewiesen, dass es Belege gibt, dass ein Teil der nicht auffindbaren Akten dem UKE übergeben wurde?

Ja.

  1. Wem wurde innerhalb der Hamburger Verwaltung das Schreiben vom

20. Januar 2016 wann zur Kenntnis gegeben?

6.     Wurde auch Senatorin Fegebank über den Inhalt dieses Schreibens informiert?

Falls ja: Was hat sie unternommen?

Falls nein: warum nicht?

Siehe Drs. 21/6738 und Drs. 21/6874.

2

Leistungen für Demente

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9320

21. Wahlperiode     09.06.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 01.06.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Leistungen für Demente

Ich frage den Senat:

1. Welche Leistungen erhielten Demente pro Person in den Jahren 2011 – 2016? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

§ 45a SGB XI (in der Fassung bis 31.12.2016) definierte seit dem Jahr 2008 den Personenkreis der Menschen mit erheblichen Einschränkungen der Alltagskompetenz. Dabei sollten vor allem an Demenz erkrankte Personen erfasst werden. Danach konnten Pflegebedürftige mit Pflegestufe I, II und III sowie Personen, die einen Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung hatten, der nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht hatte, mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen, die dauerhaft zu einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz führten, Betreuungsleistungen nach § 45b SGB XI (in der Fassung bis 31.12.2016) in Anspruch nehmen. Diese betrugen 100 Euro (beziehungsweise 200 Euro, wenn durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ein erhöhter Bedarf festgestellt wurde). Im Jahre 2015 wurde dieser Betrag auf 104 Euro (beziehungsweise 208 Euro bei erhöhtem Bedarf) erhöht und konnte auch für Entlastungsleistungen eingesetzt werden.

Seit 01.01.2013 konnten Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, auch wenn sonst keine Pflegestufe vorlag. Der Anspruch von Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz richtete sich dabei nach § 123 SGB XI:

Neben den Leistungen nach § 45b SGB XI hatten Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz ohne Pflegestufe je Kalendermonat einen Anspruch auf Pflegegeld nach § 37 SGB XI in Höhe von 120 Euro oder Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI in Höhe von bis zu 225 Euro oder Kombinationsleistungen (§ 38 SGB XI) sowie Ansprüche nach den §§ 39 und 40 SGB XI. Für Pflegebedürftige der Pflegestufe I erhöhten sich das Pflegegeld um 70 Euro auf 305 Euro und die Pflegesachleistungen um 215 Euro auf bis zu 665 Euro. Für Pflegebedürftige der Pflegestufe II erhöhten sich das Pflegegeld um 85 Euro auf 525 Euro und die Pflegesachleistungen um 150 Euro auf bis zu 1.250 Euro.

Zum 01.01.2015 wurden die Leistungen wie folgt erhöht:

Versicherte ohne Pflegestufe mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz hatten je Kalendermonat Anspruch auf Pflegegeld in Höhe von 123 Euro oder Pflegesachleistungen in Höhe von bis zu 231 Euro oder Kombinationsleistungen sowie Ansprüche nach den §§ 38a, 39, 40, 41, 42 und 45e SGB XI. Der Anspruch auf teilstationäre Pflege für Versicherte ohne Pflegestufe umfasste einen Gesamtwert von bis zu 231 Euro je Kalendermonat. Für Pflegebedürftige der Pflegestufe I erhöhten sich das Pflegegeld um 72 Euro auf 316 Euro und die Pflegesachleistungen nach § 36 sowie § 41 um 221 Euro auf bis zu 689 Euro. Für Pflegebedürftige der Pflegestufe II erhöhten

    Drucksache 21/9320      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

sich das Pflegegeld um 87 Euro auf 545 und die Pflegesachleistungen nach § 36 sowie § 41 SGB XI um 154 Euro auf bis zu 1.298 Euro.

  1. Welche Leistungen erhalten Demente seit 1. Januar 2017?
  2. Falls es in 2017 eine Änderung gegenüber dem Vorjahr gegeben hat: Woran liegt das?

Seit dem 01.01.2017 werden aufgrund des 2. Pflegestärkungsgesetzes geistige und psychische Einschränkungen, wie zum Beispiel aufgrund demenzieller Erkrankungen, bei der Ermittlung der Pflegegrade gleichermaßen neben körperlichen Einschränkungen berücksichtigt. Dazu wurden ein neues Begutachtungsverfahren zur Ermittlung des Grades der Selbstständigkeit und ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff (vergleiche § 14 SGB XI) eingeführt.

Gesonderte Leistungen für Menschen mit Demenz gibt es nicht mehr. Die Leistungen der Pflegekassen richten sich nach dem ermittelten Pflegegrad.

Bei den Überleitungs- und Bestandsschutzregeln verfolgte der Gesetzgeber das Ziel, dass niemand durch die neue Rechtslage schlechter gestellt werden soll. Jeder erhält die Leistungen mindestens in gleichem Umfang weiter.
Alle Versicherten, die am 31. Dezember 2016 bereits Leistungen der Pflegeversicherung bezogen, wurden am 1. Januar 2017 ohne neue Antragstellung und ohne erneute Begutachtung aus den bisherigen Pflegestufen in die neuen Pflegegrade übergeleitet. Dabei galt der Grundsatz: Pflegebedürftige mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen erhalten anstelle der bisherigen Pflegestufe den nächsthöheren Pflegegrad. Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz werden zwei Pflegegrade höher eingestuft.

Zu den Leistungen und Veränderungen siehe auch: http://www.hamburg.de/ informationen-pflegeversicherung/ und https://www.gkv-spitzenverband.de/media/ dokumente/service_1/Pflegebegutachtung_2017_von_Pflegestufen_zu_ Pflegegraden.pdf.

  1. Wie viele Personen bezogen am Jahresende 2011 – 2016 diese Leistungen? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

Angaben zu einem Vorliegen von eingeschränkter Alltagskompetenz werden in der Pflegestatistik erst seit 2013 erfasst. Die Pflegestatistik wird alle zwei Jahre erhoben. 2013 war bei 19.512 Personen eingeschränkte Alltagskompetenz festgestellt worden, 2015 waren es 26.942.

  1. Wie hoch sind die Leistungen bei Pflegerad 1?

Pflegegrad 1 erhalten Menschen, die noch keinen erheblichen Unterstützungsbedarf haben. Sie haben seit 2017 Ansprüche nach § 28 a SGB XI.

  1. Wie hoch waren die Leistungen bei Pflegestufe 0?

Siehe http://www.hamburg.de/pflege/4398640/pflege-aenderungen/.

  1. Inwieweit unterscheiden sich die Anforderungen zur Gewährung von Pflegegrad 1 von der früheren Pflegestufe 0?

Von der Pflegestufe 0 wurde gesprochen, wenn die Anforderungen an den Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht hatten, aber zum Beispiel eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz durch den MDK festgestellt wurde.

Seit 01.01.2017 sind die Anforderungen zur Einstufung in den Pflegegrad 1 in § 15 SGB XI geregelt.

 

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Kinder und Jugendliche mit Essstörungen

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/9164

21. Wahlperiode     23.05.17

Schriftliche Kleine Anfrage

der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg und Daniel Oetzel (FDP) vom 17.05.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Kinder und Jugendliche mit Essstörungen

Es gibt immer wieder Meldungen, dass Kinder und Jugendliche in Hamburg immer öfter unter Essstörungen leiden und/oder deutliches Über- oder Untergewicht haben.

Wir fragen den Senat:

1. Wie viele Kinder und Jugendliche waren in den Jahren 2011 – 2016 in Hamburg wegen Essstörungen in Behandlung? Bitte nach Jahren und möglichst nach Altersgruppen aufschlüsseln.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht der wegen einer Essstörung (Hauptdiagnose) in den Hamburger Krankenhäusern behandelten Kinder und Jugendlichen. Für Krankenhausfälle mit einer Essstörung in der Nebendiagnose sowie Patientinnen und Patienten, die ambulant oder teilstationär versorgt werden, liegen keine Zahlen vor.

Vollstationäre Krankenhausfälle in den Hamburger Krankenhäusern mit einer Essstörungen (ICD F50) (Hauptdiagnose), hier: Kinder und Jugendliche in Fünf-JahresAltersgruppen


 

2011

2012

2013

2014

2015

unter 5 Jahre

5

1

 

 

3

5 bis unter 10 Jahre

9

2

7

5

3

10 bis unter 15 Jahre

36

76

58

72

59

15 bis unter 20 Jahre

83

103

112

145

119

Quelle: Krankenhausdiagnosestatistik der BGV

Bei den dargestellten Zahlen handelt es sich um Krankenhausfälle. Personen, die mehrfach im Jahr mit der gleichen Diagnose behandelt werden, können mehrfach in der Statistik gezählt werden. Die Zahlen für das Jahr 2016 liegen noch nicht vor.

  1. Ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen in Hamburg, die wegen Essstörungen in Behandlung sind, höher oder niedriger als in Deutschland? Woran liegt das gegebenenfalls?

Hierzu liegen der für Gesundheit zuständigen Behörde keine Vergleichsdaten vor.

  1. Gibt es Erkenntnisse zur Dunkelziffer, also dazu, wie viele Kinder und Jugendliche unter Essstörungen leiden, aber nicht in Behandlung sind?

         Wenn ja, welche?

Wenn nein, ist geplant, hierzu Studien durchzuführen?

Nein.

    Drucksache 21/9164      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

  1. Wie viele Kinder und Jugendliche hatten in Hamburg seit 2011 ein deutliches Über- oder Untergewicht? Bitte nach Jahren aufschlüsseln.

Zu Übergewicht und Untergewicht liegen der zuständigen Behörde Daten der einzuschulenden Hamburger Kinder aus der schulärztlichen Dokumentation vor. Die entsprechenden Anteile sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Übergewicht und Untergewicht zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung


 

2011

2012

2013

2014

2015

2016

Übergewicht

11,0%

11,1%

10,2%

10,4%

10,1%

10,1%

Untergewicht

7,4%

7,7%

8,2%

8,3%

8,7%

8,8%

Quelle: Schulärztliche Dokumentation

Zu den Kriterien für die Definition von Übergewicht und Untergewicht bei Kindern siehe Drs. 20/11103.

Zu Über- und Untergewicht bei Hamburger Jugendlichen liegen keine Daten vor.

  1. Welche Therapieangebote gibt es in Hamburg für Kinder und Jugendliche mit Essstörungen?
  2. Welche Therapieangebote gibt es in Hamburg für über- und untergewichtige Kinder und Jugendliche?

Die Beratung bei und Behandlung von Essstörungen muss den zugrunde liegenden multiplen Ursachen Rechnung tragen. In Hamburg stehen entsprechend unterschiedliche Therapieangebote für Kinder und Jugendliche mit Essstörungen zur Verfügung.

Grundsätzlich stehen Menschen mit Essstörungen sowie Menschen mit gesundheitsgefährdenden Gewichtsproblemen alle Regel- und Spezialangebote der klinischen und ambulanten Versorgung sowie der psychosozialen Beratung zur Verfügung.

Stationäre oder teilstationäre Angebote:

  • Das Asklepios Klinikum Harburg verfügt über ambulante, teilstationäre und statio-näre Behandlungsangebote für anorektische und bulimische Patientinnen und Patienten und auch für Kinder und Jugendliche, die psychisch krank und zusätzlich adipös sind.
  • In der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Evangelischen Kranken-hauses Alsterdorf gibt es ein Behandlungskonzept für Kinder im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulalter mit Fütter- und Essstörungen. Kinder mit Über- oder Untergewicht zwischen null und 13 Jahren werden voll- oder teilstationär behandelt, wenn die Gewichtsproblematik komorbid mit anderen psychischen Störungen auftritt.
  • Im Katholischen Kinderkrankenhaus Wilhelmstift stehen in der kinder- und jugend-psychiatrischen, psychotherapeutischen und psychosomatischen Abteilung Behandlungsplätze für an Essstörungen Erkrankte zur Verfügung. Für adipöse Kinder und Jugendliche und übergewichtige Kinder bietet das Katholische Kinderkrankenhaus Wilhelmstift eine multidisziplinäre Behandlung an.
  • Das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) stellt für Kinder und Jugendli-che mit Essstörungen sowohl somatische als auch psychische und psychosomatische Angebote in Diagnostik und Therapie durch seine Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin (Kinderklinik) und seine Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik (KJP) zur Verfügung. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des UKE bietet die Behandlung von unter- oder übergewichtigen Kindern (nur) dann an, wenn die Betroffenen eine relevante kinder- und jugendpsychiatrische Symptomatik aufweisen. Auch in der im UKE etablierten Ambulanz für seelisch erkrankte Kinder und Jugendliche werden Kinder und Jugendliche mit Essstörungen entsprechender Genese behandelt.

Darüber hinaus ist auf die Angebote im ambulanten Bereich der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutinnen und -Psychotherapeuten zu verweisen.

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    Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode     Drucksache 21/9164

Beispielhaft als ambulante Therapiegruppen zu nennen sind auch die Gesundheits- beziehungsweise Präventionsprogramme für Kinder, Jugendliche und Eltern durch MobyKids, Rallye Energy, angeleitete Gruppen durch das Projekt sMUTje/therapiehilfe e.V. und Kajal e.V. sowie Schulung und Beratung von Kindern, Jugendlichen und Eltern im Programm „Minus XXL“ des Katholischen Kinderkrankenhauses Wilhelmstift.

 

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Transplantationen UKE (3)

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/8968

21. Wahlperiode     09.05.17

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 03.05.17

und Antwort des Senats

    Betr.:     Transplantationen UKE (3)

Die Antwort des Senates auf die Frage 7. in meiner Anfrage Drs. 21/8836 gibt Anlass zu Nachfragen.

Ich frage den Senat:

  1. Wurden alle bisher nicht auffindbaren Unterlagen bei der LCGH sichergestellt?

Wenn nein: Welche fehlen nach wie vor?

Es liegen die Krankenunterlagen zu allen Patienten vor. Ob diese sichergestellten Unterlagen jeweils inhaltlich vollständig sind, kann jedenfalls derzeit nicht beurteilt werden, da sie noch nicht ausgewertet sind.

  1. Wo wurden die Unterlagen gefunden?
  2. Wann wurden die Unterlagen gefunden?
  3. Von wem wurden die Unterlagen gefunden?

Die Originalunterlagen wurden von der LungenClinic Großhansdorf (LCGH) nach Vorlage des Durchsuchungsbeschlusses durch die Staatsanwaltschaft am 24. November 2016 beziehungsweise nach einer Nachschau durch die Klinik am 23. Januar 2017 herausgegeben.

  1. Wieso wurden die Unterlagen erst jetzt gefunden und nicht schon bei der Anforderung durch die PÜK?

Hierzu liegen den zuständigen Behörden keine Erkenntnisse vor.

  1. Wurden die jetzt aufgefundenen Unterlagen – gegebenenfalls in Kopie – nachträglich der PÜK vorgelegt?

    Wenn ja: Wird die PÜK eine überarbeitete Fassung ihres Berichtes vorlegen?

    Wenn nein: warum nicht?

Es liegt weder eine Anforderung durch die PÜK vor noch existiert eine gesetzliche Grundlage für eine Übermittlung ohne entsprechende Anforderung.

  1. Waren diese Unterlagen die ganze Zeit beim LCGH oder waren sie zwischendurch auch im UKE?

Die Frage kann jedenfalls derzeit nicht beantwortet werden, da die einzelnen Krankenunterlagen noch nicht ausgewertet worden sind.