Busbeschleunigung (74)

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/2418

21. Wahlperiode     04.12.15

Schriftliche Kleine Anfrage

der Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg und Michael Kruse (FDP) vom 27.11.15

und Antwort des Senats

    Betr.:     Busbeschleunigung (74)

Seit Durchführung der Arbeiten zur Busbeschleunigung an der Fuhlsbüttler Straße häufen sich Meldungen über Staus und Unfälle in diesem Bereich.

Wir fragen den Senat:

  1. Welche Arbeiten wurden im Rahmen der Busbeschleunigung an der Fuhlsbüttler Straße wann begonnen und wann abgeschlossen?

Sämtliche Maßnahmen wurden Anfang August 2014 begonnen. Die Fahrbahnen wurden bis Ende November 2014 fertiggestellt und die Nebenflächen bis Mitte 2015. Die Lichtsignalanlagen sind ebenfalls im November 2014 in Betrieb genommen worden. Seit September 2015 ist die verkehrsabhängige Schaltung mit Busbeeinflussung installiert. Die Schaltungen befinden sich zurzeit in der Feinanpassung, sodass die Maßnahmen insgesamt noch nicht vollständig abgeschlossen sind.

  1. Welche Kosten haben diese Maßnahmen jeweils und insgesamt verursacht?

Die Maßnahmen haben nach gegenwärtigem Stand Bruttobaukosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro verursacht.

  1. Welche Fahrtzeitverkürzung wurde belastbar, zum Beispiel durch Planfahrten, infolge dieser Maßnahmen festgestellt?

Die Fuhlsbüttler Straße befindet sich im Linienverlauf der MetroBus-Linie 7 (M7). Da die Maßnahmen auf der M7 noch nicht vollständig abgeschlossen sind, wurden noch keine Messfahrten zur Feststellung der Fahrzeitverkürzungen durchgeführt.

  1. Wie viele Unfälle gab es in diesem Bereich im letzten halben Jahr vor Beginn dieser Arbeiten? Bitte aufschlüsseln nach Beteiligung von Lkw, Pkw, Radfahrern, Fußgängern.

Die Unfalllage für den Halbjahreszeitraum vor Beginn der Baumaßnahmen im Bereich der Fuhlsbüttler Straße zwischen der Drosselstraße und der Hebebrandstraße wurde aus der Elektronischen Unfalltypensteckkarte der Verkehrsunfalldatenbank EUSka am 30. November 2015 ermittelt. In der Zeit vom 4. Februar 2014 bis zum 4. August 2014 ereigneten sich hier (einschließlich der Endknoten) insgesamt 143 Verkehrsunfälle.

Die jeweils unfallbeteiligten Verkehrsarten sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Die Summe der Beteiligten übersteigt die Anzahl der Verkehrsunfälle, da an einem Verkehrsunfall in der Regel zumindest zwei Verkehrsteilnehmer beteiligt sind.

Unfallbeteiligte Verkehrsarten

Anzahl

Pkw

240

Lkw

19

    Drucksache 21/2418      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

Unfallbeteiligte Verkehrsarten

Anzahl

Radfahrer

7

Fußgänger

5

Bus

6

Krad

4

Mofa/Moped

2

Sonstige Fahrzeuge/ohne Angabe

9

Sonstige Kfz

4

  1. Wie viele Unfälle gab es in diesem Bereich im ersten halben Jahr nach Abschluss dieser Arbeiten? Bitte aufschlüsseln nach Beteiligung von Lkw, Pkw, Radfahrern, Fußgängern.

Siehe Antwort zu 1.

  1. Wie viele Verspätungen der Busse gab es in diesem Bereich im letzten halben Jahr vor Beginn dieser Arbeiten?

Der angefragte Bereich erstreckt sich von der Haltestelle U/S Barmbek bis einschließlich der Haltestelle Hebebrandstraße. In diesem Bereich verkehren die Linien 7 und 172. Ein Bus gilt als verspätet, wenn er mehr als 5 Minuten nach der planmäßigen Abfahrtszeit an einer Haltestelle abfährt.

Im Zeitraum vom 1. Februar 2014 bis zum 31. Juli 2014 waren nach dieser Definition auf der MetroBus-Linie 7 insgesamt 2,7 Prozent aller Haltestellenabfahrten im Bereich der Fuhlsbüttler Straße verspätet. Auf der Linie 172 waren im selben Zeitraum 4,7 Prozent aller Haltestellenabfahrten im Bereich der Fuhlsbüttler Straße verspätet.

  1. Wie viele Verspätungen der Busse gab es in diesem Bereich im ersten halben Jahr nach Abschluss dieser Arbeiten?

Siehe Antworten zu 1. und zu 3.

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