Busbeschleunigung (3)

BÜRGERSCHAFT

DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG     Drucksache 21/347

21. Wahlperiode     05.05.15

Schriftliche Kleine Anfrage

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 27.04.15

und Antwort des Senats

    Betr.:     Busbeschleunigung (3)

Bürger aus Steilshoop beschweren sich über die Maßnahmen der Busbeschleunigung im Bereich Gründgensstraße.

Ich frage den Senat:

Nach Einschätzung der zuständigen Behörde werden die Maßnahmen zur Busbeschleunigung in Steilshoop überwiegend sehr positiv aufgenommen. Auch die örtlichen politischen Gremien haben überwiegend zugestimmt. Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

1. Welche Maßnahmen wurden im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms im Bereich Gründgensstraße vorgenommen?

  • Erneuerung der Haltestellen und Kreuzungsbereiche,
  • Herstellung von Rad-Schutzstreifen auf der Fahrbahn,
  • Begradigung der Gründgensstraße an der Einmündung Edwin-Scharff-Ring,
  • Herstellung von Längsparkplätzen und Neuordnung des Straßenraumes vor dem Einkaufszentrum.
    • Welche Kosten haben diese Maßnahmen verursacht?

Die Baukosten für die Maßnahmen der Busbeschleunigung betragen rund 3,7 Millionen Euro.

  • Welche Fahrtzeitverkürzung wurde durch die Maßnahmen erreicht?

Entsprechende Messfahrten werden erst noch durchgeführt.

  • Wie viele Parkplätze und wie viele Bäume wurden im Rahmen dieser Maßnahmen beseitigt?

Aufgrund der Maßnahme wurden 31 Bäume gefällt. Auf Veranlassung des Bezirksamtes Wandsbek wurden acht weitere Bäume gefällt. Es werden bis zu 90 neue Bäume gepflanzt werden. Durch die Maßnahme entstanden fünf zusätzliche Parkplätze.

  • Wurden im Rahmen der Maßnahmen zwei Zebrastreifen entfernt?

Wenn ja: Wo waren diese Zebrastreifen? Warum wurden sie entfernt?

Ja, durch die Begradigung der Gründgensstraße im Bereich der westlichen Einmündung des Edwin-Scharff-Rings konnten zwei Fußgängerüberwege entfallen. Sie werden durch eine Aufpflasterung (dort hat der Fußgänger ebenfalls Vorrang vor dem Kfz-Verkehr) und eine Mittelinsel ersetzt werden. Das Verkehrsaufkommen ist in dem Abschnitt inzwischen so gering, dass neue Fußgängerüberwege weder notwendig noch anordnungsfähig sind.

    Drucksache 21/347      Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg – 21. Wahlperiode

  • Wurde im Rahmen der Maßnahmen eine Ampel beseitigt?

Wenn ja: Wo war diese Ampel? Warum wurde sie entfernt?

In der Gründgensstraße gab es vor der Umgestaltung sechs Lichtsignalanlagen, die alle abgebaut worden sind. Sie wurden durch drei Kreisverkehre (an den HauptKnotenpunkten) und Mittelinseln ersetzt, um den Verkehrsfluss und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

  • Wurde im Rahmen der Maßnahmen die Anzahl an Fahrspuren reduziert?

Wenn ja, aus welchem Grund, in welchem Umfang und inwiefern trägt diese Reduzierung der Fahrspuren zu einer Fahrtzeitverkürzung im Rahmen der Busbeschleunigung bei?

Die Gründgensstraße bestand ursprünglich aus vier Fahrstreifen, von denen aber nur zwei dem fließenden Verkehr zur Verfügung standen, da die jeweils rechten Fahrstreifen regelmäßig zum Parken genutzt wurden. Im Rahmen der Maßnahme wurden auf der rechten Fahrspur Längsparkplätze und Rad-Schutzstreifen eingerichtet. Das Verkehrsaufkommen ist so gering, dass es problemlos auf einer Fahrspur je Richtung abgewickelt werden kann.

  • Wurde eine Mittelinsel geschaffen, die den Verkehr und damit auch die Busse behindert, aber nicht einen Zebrastreifen zur Sicherung der Fußgänger hat?

Siehe Antworten zu 5. und zu 6.

  • Wann und wo wurden diese Maßnahmen mit den Bürgern und den bezirklichen Gremien besprochen?

Die Maßnahme wurde in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Verkehr und Tourismus der Bezirksversammlung Wandsbek am 29. August 2013 sowie in einer öffentlichen Sitzung des Stadteilrates Steilshoop am 26. September 2013 vorgestellt. Darüber hinaus wurde am 13. Dezember 2013 in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ein Gespräch mit einer Vertretung des Stadtteilrates Steilshoop geführt. Die gesamte Planung wurde im Einkaufszentrum Steilshoop öffentlich ausgehängt.

 

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