Bauarbeiten am Straßenzug Glockengießerwall-Lombardsbrücke 2

16. Juni 2015

 

Schriftliche Kleine Anfrage

 

des Abgeordneten Dr. Wieland Schinnenburg (FDP) vom 08.06.2015

 

und Antwort des Senats

 

– Drucksache 21/702 –

 

 

Betr.:     Bauarbeiten am Straßenzug Glockengießerwall-Lombardsbrücke 2

 

An dieser Baustelle ist oft zu beobachten, dass gar nicht oder nur mit wenigen Mitarbeitern und Maschinen gearbeitet wird. Regelmäßig wird nicht die vom Senat in Drs. 21/25, Frage 6, genannte Arbeitszeit montags-samstags 7.00 -20.00 Uhr ausgenutzt. Auf diese Weise leiden die Verkehrsteilnehmer sehr lange unter dieser Baustelle auf einer Hauptverkehrsachse.

 

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

 

 

Es finden teilweise zeitgleich Arbeiten im Wallringtunnel (2015 – 2017), an der Kreuzung Ferdinandstor (nur 2015) und an der Lombardsbrücke (2015 – 2016) statt.

 

Durch die enge Verzahnung der drei Projekte sind keine mehrjährigen Straßensperrungen in der Innenstadt erforderlich, die umfangreichsten Arbeiten finden im Jahr 2015 statt. Da Ferdinandstor und Wallringtunnel zeitgleich umgebaut werden, muss am Tunnelausgang zum Ferdinandstor keine Rampe als Übergangslösung eingebaut werden. Auch dies dient der zeitlichen Optimierung.

 

Seit Mitte September 2014 hat der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) nachts und an Wochenenden vorbereitende Arbeiten im Wallringtunnel durchgeführt. Die Hauptarbeiten im Wallringtunnel erfolgen seit Januar 2015 ebenfalls jede Nacht und an Wochenenden. Am Ferdinandstor wurde am 16. März 2015 begonnen, hier wurde teilweise unter Sperrung an Wochenenden gearbeitet. Damit die Verkehrsbeeinträchtigungen gering bleiben, sind den einzelnen Gewerken Baufenster zugeteilt, die zeitlich und räumlich aufeinander abgestimmt sind. Teilweise parallel stattfindende Leitungsarbeiten nutzen Absperrbereiche des Straßenbaus, um nicht ihrerseits zu anderen Zeiten eigene verkehrliche Einschränkungen zu erzeugen.

 

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

 

 

  1. An welchen Tagen wurde die in der Vorbemerkung genannte Arbeitszeit vollständig ausgenutzt?

 

Die Bauarbeiten zum Umbau Ferdinandstor begannen planmäßig am 16. März 2015 und werden voraussichtlich Ende November 2015 beendet sein.

 

An folgenden Tagen wurden die o.a. Zeiten vollständig ausgenutzt:

16. – 20. März 2015

2. – 13. April 2015   (24 Stunden Betrieb).

 

 

 

 

 

 

  1. Wie viele Mitarbeiter befinden sich durchschnittlich auf der Baustelle?

 

Für die Straßenbauarbeiten sind durchschnittlich neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Baufirma vor Ort. Hinzu kommen zwei Personen der örtlichen Bauüberwachung und gegebenenfalls weitere Mitarbeiter der Leitungsbaufirmen.

 

 

  1. Wurden mit dem oder den beauftragten Bauunternehmen Bonus-/Malusregelungen vereinbart? Wenn ja: Wie hoch sind die Zahlungen für jeden Tag früherer bzw. späterer Fertigstellung? Wenn nein: warum nicht?

 

Eine Bonus-/Malusregelung wurde nicht vereinbart. Zu den Gründen siehe Drs. 20/12800.

 

 

  1. Warum erteilt der Senat nicht Ausnahmeregelungen zur Arbeit außerhalb der genannten Arbeitszeit wie z.B. an der Schürbeker Straße?

 

Die zuständige Behörde hat von einer Ausnahme Gebrauch gemacht. Siehe auch Antwort zu 1., hier wurde im 24-Stunden-Betrieb gearbeitet. Ansonsten siehe Drs. 20/12800.

 

 

  1. Wurden Ampelschaltungen geändert, um dem geänderten Verkehrsfluss zu entsprechen? Wenn ja: Was wurde wie geändert? Wenn nein: Warum nicht?

 

Um alle Verkehrsteilnehmer, auch Fußgänger und Radfahrer, während der Bauzeit sicher und bestmöglich bedienen zu können, wurde die Lichtsignalanlagen (LSA) Ferdinandstor durch drei aufeinander abgestimmte provisorische LSA ersetzt. Diese drei LSA werden dem Baufortschritt entsprechend umgestellt und angepasst. Bei Verkehrsbeobachtungen wurde die Grünzeitverteilung der einzelnen Verkehrsströme beobachtet und den Anforderungen entsprechend nachjustiert.

 

So wurde z.B. die LSA für Rechtsabbieger von der Lombardsbrücke kommend in den Ballindamm abgedeckt und durch einen Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) ersetzt. Im Ergebnis können Fußgänger zügiger passieren, auch der KFZ-Verkehr in den Ballindamm verläuft stetiger und es entsteht kein Rückstau mehr.

 

Darüber hinaus wurden an der LSA An der Alster/ Kennedybrücke für den linksabbiegenden Verkehr in Richtung Dammtor neue Signale ergänzt, um hier zusätzliches Verkehrsaufkommen sicher abwickeln zu können.